Das INSM-Regionalranking 2009

FAQ - INSM-Regionalranking

  • Warum sind nicht alle Indikatoren aus dem Jahr 2008?
  • Im Regionalranking 2006 wurden 435 Kreise und kreisfreie Städte verglichen. Warum sind es in diesem Jahr nur 409?
  • Einige Indikatoren im Ranking 2009 unterscheiden sich von denen im Jahr 2006. Warum ist dies der Fall?
  • Sind die Platzierungen der Rankings 2006 und 2009 vergleichbar?
  • Warum lässt sich aus den Einzelindikatoren einer Oberkategorie wie z. B. Wohlstand nicht der Gesamtrang der Obergruppe "errechnen"?
  • Was bedeutet Einkommensteuerkraft?
  • Was ist der Saldo aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen?
  • Warum gehen hohe Arbeitskosten negativ in das Ranking ein?
  • Was ist der Pendlersaldo?
  • Warum sind nicht alle Indikatoren aus dem Jahr 2008?

    Um die einzelnen Kreise vergleichen zu können, müssen sämtliche Werte für einen Indikator aus einer gemeinsamen Datenquelle stammen. Dies ist bei einigen Indikatoren für das Jahr 2008 nicht der Fall, auch wenn diese Werte für bestimmte Kreise vereinzelt vorliegen. Daher muss im Einzelfall auf ältere Daten zurückgegriffen werden, um einen gerechten Vergleich zu ermöglichen.

    Im Regionalranking 2006 wurden 435 Kreise und kreisfreie Städte verglichen. Warum sind es in diesem Jahr nur 409?

    Aufgrund von Gebietsreformen sind in Sachsen und Sachsen-Anhalt Kreise zusammengefasst worden. Seit dem 01.08.2008 gibt es in Deutschland nur noch 413 Kreise. Da die Stadtstaaten (Berlin, Hamburg und Bremen mit Bremerhaven) nicht in den Vergleich mit einbezogen wurden, ergibt sich die Zahl 409.

    Einige Indikatoren im Ranking 2009 unterscheiden sich von denen im Jahr 2006. Warum ist dies der Fall?

    Die Neufassung der Indikatoren dient einer noch besseren Abbildung der Standortqualität. Zum anderen sind unterdessen neue Datenquellen verfügbar, die hier ein noch realeres Bild schaffen.

    Sind die Platzierungen der Rankings 2006 und 2009 vergleichbar?

    Nein. Dies liegt zum einen daran, dass sich die Kreis-Struktur in einigen Bundesländern verändert hat, und zum anderen daran, dass die Indikatoren des aktuellen Rankings neu gefasst wurden und die Gewichtung für die Bewertung neu justiert worden ist. Mehr dazu im Endbericht zur Studie.

    Warum lässt sich aus den Einzelindikatoren einer Oberkategorie wie z. B. Wohlstand nicht der Gesamtrang der Obergruppe "errechnen"?

    Der Übersichtlichkeit halber wurden nur wesentliche ausgewählte Indikatoren veröffentlicht. Deshalb kann es vorkommen, dass die Ränge der Einzelindikatoren auf den ersten Blick nicht zum Rang der Obergruppe zu passen scheinen. Dies liegt zum einen daran, dass nicht alle Indikatoren veröffentlicht werden, zum anderen aber auch daran, dass die Einzelindikatoren mit einem unterschiedlichen Gewicht in die Gesamtwertung eingehen. In der Obergruppe Wohlstand ist z.B. der Indikator "Verfügbares Einkommen" nicht ausgewiesen.

    Was bedeutet Einkommensteuerkraft?

    Die Gemeinden erhalten 15 Prozent des Aufkommens der Lohn- und veranlagten Einkommensteuer sowie 12 Prozent des Aufkommens aus dem Zinsabschlag. Diese Summe geteilt durch die Anzahl der Einwohner eines Kreise oder einer kreisfreien Stadt ergibt die Einkommensteuerkraft.

    Was ist der Saldo aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen?

    Dieser Indikator wird berechnet aus der Differenz von Gewerbeanmeldungen und Gewerbeabmeldungen und anschließend auf 1.000 Einwohner normiert. Beispiel:

    Kreis A hat 80.000 Einwohner. Im Jahr 2008 wurden 700 neue Gewerbe angemeldet und 300 abgemeldet. Der absolute Saldo beträgt 400, auf 1.000 Einwohner bezogen also 5.

    Warum gehen hohe Arbeitskosten negativ in das Ranking ein?

    Die Arbeitskosten gehören zur Indikatorengruppe Standort und sind somit als Standortfaktor für Unternehmer relevant. Niedrige Arbeitskosten können für Unternehmen ein Anreiz sein, an diesem Standort zu investieren. Um die Höhe der Arbeitskosten bewerten zu können, kann man sie in Relation zur Produktivität setzen (Produktivitäts-Lohn-Relation). Ein Kreis mit tendenziell höheren Arbeitskosten, sollte auch eine vergleichsweise höhere Produktivität aufweisen. Insgesamt gehen die Arbeitskosten nur mit 2,3 Prozent in das Gesamtranking ein, während die Einkommen in der Kategorie Wohlstand etwa ein 10-mal so hohes Gewicht haben.

    Was ist der Pendlersaldo?

    Der Pendlersaldo wird berechnet aus der Differenz von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort und am Wohnort und anschließend auf 100 Einwohner normiert. Aufgrund der Angebote von Arbeitsplätzen ist der Pendlersaldo von Städten in der Regel höher, als der von Landkreisen.