INSM Regionalranking 2009

Glossar

ALG-II-Empfänger

Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger je 100 Einwohner (2008).

Arbeitskosten

Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer in Euro im Jahr 2008 (geschätzt). Das Arbeitnehmerentgelt umfasst sämtliche Geld- und Sachleistungen, die den in der jeweiligen Stadt beschäftigten Arbeitnehmern aus den Arbeits- oder Dienstverhältnissen zugeflossen sind. Das Arbeitnehmerentgelt setzt sich zusammen aus den Bruttolöhnen und -gehältern sowie den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber. Grundsätzlich können niedrige Arbeitskosten aus Unternehmenssicht als Standortvorteil gelten.

Arbeitslosenquote

Anteil der arbeitslos gemeldeten Personen an den Erwerbspersonen (Jahr 2008). Erwerbspersonen sind abhängig Beschäftigte und Arbeitslose im Alter von 15 bis 64 Jahren.

Arbeitsplatzversorgung

Die Arbeitsplatzversorgung gibt an, wie viel Prozent aller Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren eine sozialversicherungspflichtige oder zumindest geringfügige Beschäftigung haben. Der Wert gibt den Stand des Jahres 2008 wieder. Hinweis: Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie die geringfügig Beschäftigten sind am Wohnort und nicht am Arbeitsort erfasst.

Ausbildungsplätze

Die Ausbildungsplatzdichte ergibt sich aus der Zahl der angebotenen Lehrstellen je 100 Bewerber.

BIP je Einwohner

Produzierte Güter und Dienstleistungen in jeweiligen Preisen am Arbeitsort in Euro je Einwohner. Der Wert gibt den Stand im Jahr 2008 (geschätzt) wieder.

Demografie

Zusammengefasster Index aus den folgenden Demografie-Kennziffern (Stand 2007/2008):

  • Anteil der unter 20-Jährigen an der Bevölkerung in Prozent
  • Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung in Prozent
  • Alterskoeffizient (Verhältnis der 20- bis 60-Jährigen zu den 60-Jährigen)
  • Geburtenüberschuss je Einwohner
  • Lebenserwartung (gewichtet nach Geschlecht)
  • Erwerbsquote in Prozent
  • Arbeitsplatzwanderungen (Zuzüge abzüglich Fortzüge der 25- bis 30-Jährigen in Prozent der Altersgruppe).

Diese Indikatoren werden standardisiert und zu einem Gesamtindex mit einheitlicher Gewichtung zusammengefasst. Ein Kreis mit einer durchschnittlichen demografischen Struktur hat den Mittelwert 100. Ungünstigere demografische Strukturen bringen Werte kleiner 100, bessere liegen darüber.

Einkommensteuerkraft

Gemeindeanteil an der Einkommensteuer je Einwohner in Euro (Stand 2007).

Gästeübernachtungen

Dieser Indikator vermittelt einen Eindruck von der Anziehungskraft einer Region für Besucher von außerhalb - zum Beispiel Touristen oder Geschäftsreisende. Um die Daten vergleichbar zu machen, wird hier die jährliche Zahl der Gästeübernachtungen je Einwohner veröffentlicht (Stand 2006).

Gemeindliche Steuerkraft

Dieser Indikator stellt die Gemeindliche Steuerkraft je Einwohner in Euro dar. Daran bemisst sich der „öffentliche Reichtum“ und Wohlstand einer Region. Gemeindliche Steuern sind Grundsteuer, Gewerbesteuer und die Anteile der Gemeinde an der Einkommen- und Umsatzsteuer (abzüglich Gewerbesteuerumlage). Der im INSM-Regionalranking veröffentlichte Wert repräsentiert den Stand des Jahres 2007.

Gewerbesaldo

Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen je 1.000 Einwohner: Dabei wird gegenüber gestellt, wie viele Unternehmen im Jahr 2007 angemeldet und wie viele abgemeldet wurden. Diese Zahl wird ins Verhältnis zur Einwohnerzahl eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt gesetzt, um die unternehmerische Dynamik in verschiedenen Regionen vergleichbar zu machen.

Hochqualifizierte

Dieser Indikator entspricht dem prozentualen Anteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der Wert stammt von 2008.

Ingenieure

Ein hoher Ingenieuranteil ist ein Indiz für eine gesunde industrielle und gewerbliche Wirtschaft. Dieser Indikator zeigt die Zahl der Ingenieure unter 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2008.

Junge Arbeitslose

Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Dieser Indikator zeigt wieviel Prozent aller 15 bis 24-Jährigen im Jahr 2008 arbeitslos waren.

Kaufkraft

Die Kaufkraft ist hier als Indexwert dargestellt, wobei der Ursprungswert von der GfK (Euro je Einwohner) mittels Standardisierung und Transformierung so umgerechnet wurde, dass die Verteilung (Streuung) der Werte berücksichtigt wurde. Der Index ist so konstruiert, dass der Mittelwert bei 100 liegt. Der Kaufkraftindex der GfK weist ebenfalls einen Mittelwert von 100 auf; die Werte sind jedoch hierbei einfach in Relation zum Deutschlandwert gesetzt worden.

Kita-Betreuungsquote

Anteil der in Kindertageseinrichtungen betreuten Kinder unter 6 Jahren innerhalb der Altersgruppe unter 6. Der Wert gibt den Stand des Jahres 2007 wieder.

Öffentliche Schulden

Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände (inklusive Eigenbetriebe) je Einwohner in Euro – Stand 2007.

Pendlersaldo

Pendlersaldo je 100 Einwohner, Stand 2008. Wenn eine Region einen positiven Pendlersaldo aufweist, bedeutet dies, dass mehr Menschen einpendeln, um hier zu arbeiten, als auspendeln, um anderenorts ihrem Beruf nachzugehen. Ein positiver Pendlersaldo gehört damit zu den wichtigen Indizien dafür, dass eine Region attraktive Arbeitgeber hat.

Private Verschuldung

Dieser Indikator misst den prozentualen Anteil der privat Verschuldeten (Personen mit "Negativmerkmalen") unter allen über 18-jährigen Einwohnern. Diese Negativmerkmale definiert die Organisation creditreform: Harte Negativmerkmale und Privatpersoneninsolvenz, unstrittige Inkassofälle von Creditreform gegenüber Privatpersonen und negative Zahlungserfahrungen der CEG Poolteilnehmer. Die Daten geben den Stand des Jahres 2008 wieder.

Produktivität

Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigem in 2008 (geschätzt).

Straftaten

Gemeldete Straftaten je 100.000 Einwohner – Stand 2007.