Das INSM-Profil:

Kreisfreie Stadt Erlangen

Im Mekka der Hochqualifizierten freut man sich über hohen Wohlstand. Wermutstropfen: Schulden

Die kreisfreie Stadt Erlangen belegt mit 61,1 Punkten Platz sieben von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Erlangen Platz fünf unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Erlangen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • In der kreisfreien Stadt Erlangen kommen auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 12,1 Ingenieure. Deutschlandweit liegt der Ingenieuranteil bei 2,2 Prozent. Rang eins im Bundesvergleich und Platz eins von 96 in Bayern.
  • 25,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Erlangen haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang eins sowie Platz eins unter 96 untersuchten Städten und Kreisen in Bayern.
  • Mit einem Pendlersaldo von 38,1 je 100 Einwohner belegt Erlangen Rang sechs im Gesamtranking. Innerhalb des Bundeslandes Bayern kommt Erlangen damit auf Platz vier unter 96 Städten und Kreisen. Ein positiver Pendlersaldo gehört zu den wichtigen Indizien dafür, dass eine Region attraktive Arbeitgeber hat.

Schwächen

  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich in der kreisfreien Stadt Erlangen auf 45.133 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt die kreisfreie Stadt Erlangen bundesweit auf Rang 405. Innerhalb von Bayern ergibt das Rang 95.
  • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich in Erlangen auf 1.704 Euro je Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt 1.456 Euro. Das sorgt für Rang 292 im INSM-Ranking und Platz 74 unter 96 Städten und Kreisen in Bayern.
  • Im Jahr 2007 registrierte man in Erlangen 7.744 Straftaten je 100.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt: 6.786 Delikte). Daraus folgt Rang 283 im Gesamtranking und Platz 77 von 96 in Bayern.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Die Stadt Erlangen wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise durchschnittlich betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Kreisfreie Stadt Erlangen im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.