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Kreisfreie Stadt Heidelberg

Junge Uni-Stadt mit vielen Hochqualifizierten sieht bei der Jobversorgung alt aus

Die kreisfreie Stadt Heidelberg belegt mit 53,1 Punkten Platz 135 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt Heidelberg Platz 38 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Heidelberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • 19,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der kreisfreien Stadt Heidelberg haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang neun sowie Platz zwei unter 44 untersuchten Städten und Kreisen in Baden-Württemberg.
  • Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Im September 2008 waren in Heidelberg 1,3 Prozent aller 15 bis 24-Jährigen arbeitslos. Im Bundesmittel lag der Anteil junger Arbeitsloser bei 3,5 Prozent. Rang 15. Im eigenen Bundesland kommt Heidelberg damit auf Platz vier von 44 Städten und Kreisen.
  • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - wiedergibt, erreicht Heidelberg einen Indexwert von 120,5 Punkten. Platz 30 im bundesweiten Vergleich. Landesweit kommt Heidelberg damit auf Rang neun unter 44 analysierten Städten und Kreisen.

Schwächen

  • In der kreisfreien Stadt Heidelberg haben 46,6 Prozent aller Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job oder sind geringfügig beschäftigt. Bundesweit liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 60,0 Prozent. Das bringt Rang 409 für die kreisfreie Stadt Heidelberg im deutschlandweiten Ranking. Bezogen auf Baden-Württemberg Rang 44 von 44 Kreisen.
  • Im Jahr 2007 registrierte man in Heidelberg 8.983 Straftaten je 100.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt: 6.786 Delikte). Daraus folgt Rang 332 im Gesamtranking und Platz 39 von 44 in Baden-Württemberg.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich in Heidelberg auf 34.431 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt Heidelberg bundesweit auf Rang 308. Innerhalb von Baden-Württemberg ergibt das Rang 17.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Die Stadt Heidelberg wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


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