Das INSM-Profil:

Kreisfreie Stadt Leverkusen

Industriestadt mit hoher Produktivität, vielen Ingenieuren und einem Lehrstellenproblem

Die kreisfreie Stadt Leverkusen belegt mit 51,4 Punkten Platz 191 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Leverkusen Platz 22 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Leverkusen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • 84.055 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet die kreisfreie Stadt Leverkusen im Gesamtvergleich mit Rang acht ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Nordrhein-Westfalen ergibt sich Rang zwei unter 54 Kreisen.
  • In Leverkusen kommen auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 5,4 Ingenieure. Deutschlandweit liegt der Ingenieuranteil bei 2,2 Prozent. Rang 13 im Bundesvergleich und Platz zwei von 54 in Nordrhein-Westfalen.
  • Die Gemeindliche Steuerkraft beläuft sich auf 1.263 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel liegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Einkommen- und Umsatzsteuer bei 765 Euro pro Einwohner. Damit erreicht Leverkusen Rang 22 im INSM-Bundesvergleich. In Nordrhein-Westfalen kommt Leverkusen damit auf Platz vier von 54.

Schwächen

  • Statistisch stehen 100 Nachfrager in der kreisfreien Stadt Leverkusen einem Angebot von 93,8 Ausbildungsplätzen gegenüber. Mit dieser Ausbildungsplatzdichte wird Rang 385 im bundesweiten INSM-Vergleich belegt. Deutschlandweit stehen im Schnitt 98,9 Lehrstellen für 100 Bewerber zur Verfügung. In Nordrhein-Westfalen bedeutet das Platz 43 unter 54 kreisfreien Städten und Landkreisen.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich in Leverkusen auf 38.999 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt Leverkusen bundesweit auf Rang 382. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen ergibt das Rang 54.
  • Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Im September 2008 waren in Leverkusen 4,7 Prozent aller 15 bis 24-Jährigen arbeitslos. Im Bundesmittel lag der Anteil junger Arbeitsloser bei 3,5 Prozent. Rang 312. Im eigenen Bundesland kommt Leverkusen damit auf Platz 47 von 54 Städten und Kreisen.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Die Stadt Leverkusen wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Kreisfreie Stadt Leverkusen im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.