Das INSM-Profil:

Kreisfreie Stadt Wiesbaden

Hessens Hauptstadt punktet mit viel Wohlstand und hoher Produktivität, hat aber Schuldensorgen

Die kreisfreie Stadt Wiesbaden belegt mit 53,8 Punkten Platz 122 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt Wiesbaden Platz elf unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Wiesbaden punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Die Gemeindliche Steuerkraft beläuft sich auf 1.519 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel liegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Einkommen- und Umsatzsteuer bei 765 Euro pro Einwohner. Damit erreicht die kreisfreie Stadt Wiesbaden Rang elf im INSM-Bundesvergleich. In Hessen kommt die kreisfreie Stadt Wiesbaden damit auf Platz drei von 26.
  • 77.337 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet Wiesbaden im Gesamtvergleich mit Rang 14 ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Hessen ergibt sich Rang drei unter 26 Kreisen.
  • Die Einkommensteuerkraft vermittelt einen Eindruck von der regionalen Einkommenssituation: In Wiesbaden beläuft sie sich auf 454 Euro je Einwohner. Rang 17 bei einem bundesweiten Mittelwert von 282 Euro. In Hessen erreicht Wiesbaden Rang sieben von 26.

Schwächen

  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich in der kreisfreien Stadt Wiesbaden auf 40.182 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt die kreisfreie Stadt Wiesbaden bundesweit auf Rang 393. Innerhalb von Hessen ergibt das Rang 23.
  • 14,9 Prozent der über 18-Jährigen in Wiesbaden sind nach Definition der Organisation creditreform privat verschuldet. Deutschlandweit sind es 9,6 Prozent. Platz 389 im Bundesvergleich, Rang 24 von 26 im eigenen Bundesland.
  • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich in Wiesbaden auf 2.148 Euro je Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt 1.456 Euro. Das sorgt für Rang 350 im INSM-Ranking und Platz 16 unter 26 Städten und Kreisen in Hessen.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Die Stadt Wiesbaden wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Kreisfreie Stadt Wiesbaden im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.