Das INSM-Profil:

Landkreis Ammerland

Ordentliche öffentliche Finanzen, schwache Produktivität

Der Landkreis Ammerland belegt mit 50,5 Punkten Platz 216 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Ammerland Platz zwölf unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Ammerland punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich im Kreis Ammerland auf 955 Euro je Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt 1.456 Euro. Das sorgt für Rang 85 im INSM-Ranking und Platz zwölf unter 46 Städten und Kreisen in Niedersachsen.
  • Pro Jahr übernachten im Kreis Ammerland statistisch betrachtet 5,8 Gäste je Einwohner. Im Bundesmittel sind es 4,8 Gäste pro Jahr und Einwohner. Rang 87 im Gesamtranking. Platz zwölf von 46 betrachteten Städten und Kreisen innerhalb des eigenen Bundeslandes.
  • Im Kreis Ammerland haben 62,6 Prozent aller Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job oder sind geringfügig beschäftigt. Bundesweit liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 60,0 Prozent. Das bringt Rang 120 für den Kreis Ammerland im deutschlandweiten Ranking. Bezogen auf Niedersachsen Rang sechs von 46 Kreisen.

Schwächen

  • 4,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Ammerland haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang 373 sowie Platz 43 unter 46 untersuchten Städten und Kreisen in Niedersachsen.
  • 50.384 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet der Kreis Ammerland im Gesamtvergleich mit Rang 340 ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Niedersachsen ergibt sich Rang 40 unter 46 Kreisen.
  • Die Gemeindliche Steuerkraft beläuft sich auf 571 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel liegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Einkommen- und Umsatzsteuer bei 765 Euro pro Einwohner. Damit erreicht der Kreis Ammerland Rang 313 im INSM-Bundesvergleich. In Niedersachsen kommt der Kreis Ammerland damit auf Platz 38 von 46.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Ammerland wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Ammerland im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.