Das INSM-Profil:

Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Viele Hochqualifizierte, niedrige Kaufkraft

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld belegt mit 39,3 Punkten Platz 387 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld Platz zehn unter 14 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Anhalt-Bitterfeld punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Im Kreis Anhalt-Bitterfeld werden 71,2 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Anhalt-Bitterfeld Rang 22 im INSM-Ranking. Unter 14 Städten und Kreisen in Sachsen-Anhalt wird Rang zehn erreicht.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Anhalt-Bitterfeld auf 27.190 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Anhalt-Bitterfeld bundesweit auf Rang 62. Innerhalb von Sachsen-Anhalt ergibt das Rang neun.
  • 8,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Anhalt-Bitterfeld haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang 119 sowie Platz vier unter 14 untersuchten Städten und Kreisen in Sachsen-Anhalt.

Schwächen

  • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - wiedergibt, erreicht der Kreis Anhalt-Bitterfeld einen Indexwert von 50,7 Punkten. Platz 407 im bundesweiten Vergleich. Landesweit kommt der Kreis Anhalt-Bitterfeld damit auf Rang 14 unter 14 analysierten Städten und Kreisen.
  • Bei der Kaufkraft je Einwohner kommt der Kreis Anhalt-Bitterfeld auf Rang 393 unter 409 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten. Der Indexwert liegt hier bei 69,1 Punkten. Dieser Punktwert ist auf Basis von GfK-Daten errechnet worden. Durchschnitt ist ein Wert von 100. In Sachsen-Anhalt ergibt sich Rang elf unter 14 Städten und Kreisen.
  • Die Einkommensteuerkraft vermittelt einen Eindruck von der regionalen Einkommenssituation: Im Kreis Anhalt-Bitterfeld beläuft sie sich auf 109 Euro je Einwohner. Rang 387 bei einem bundesweiten Mittelwert von 282 Euro. In Sachsen-Anhalt erreicht der Kreis Anhalt-Bitterfeld Rang 13 von 14.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Anhalt-Bitterfeld wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.