Das INSM-Profil:

Landkreis Biberach

Arbeitsmarkt und Demografie im grünen Bereich, Gründungsdynamik könnte besser sein

Der Landkreis Biberach belegt mit 57,7 Punkten Platz 28 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Biberach Platz zehn unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Biberach punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Im September 2008 waren im Kreis Biberach 1,2 Prozent aller 15 bis 24-Jährigen arbeitslos. Im Bundesmittel lag der Anteil junger Arbeitsloser bei 3,5 Prozent. Rang drei. Im eigenen Bundesland kommt der Kreis Biberach damit auf Platz eins von 44 Städten und Kreisen.
  • Im Kreis Biberach haben 67,2 Prozent aller Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job oder sind geringfügig beschäftigt. Bundesweit liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 60,0 Prozent. Das bringt Rang sieben für den Kreis Biberach im deutschlandweiten Ranking. Bezogen auf Baden-Württemberg Rang fünf von 44 Kreisen.
  • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - wiedergibt, erreicht der Kreis Biberach einen Indexwert von 126,5 Punkten. Platz zehn im bundesweiten Vergleich. Landesweit kommt der Kreis Biberach damit auf Rang zwei unter 44 analysierten Städten und Kreisen.

Schwächen

  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Biberach auf 35.851 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Biberach bundesweit auf Rang 352. Innerhalb von Baden-Württemberg ergibt das Rang 28.
  • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen vermittelt einen Eindruck von der regionalen Gründungsdynamik. Im Kreis Biberach lag dieser Saldo 2007 bei 0,7 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 328 im Gesamtranking und Platz 43 unter 44 kreisfreien Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg.
  • Im Kreis Biberach werden 52,8 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Biberach Rang 195 im INSM-Ranking. Unter 44 Städten und Kreisen in Baden-Württemberg wird Rang 24 erreicht.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Biberach wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Biberach im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.