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Landkreis Burgenlandkreis

Ausbildungslage besser als anderswo in Sachsen-Anhalt - jedoch Arbeitsmarktsorgen

Der Burgenlandkreis belegt mit 38,5 Punkten Platz 392 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Burgenlandkreis Platz elf unter 14 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Burgenlandkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Im Burgenlandkreis werden 74,0 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Burgenlandkreis Rang acht im INSM-Ranking. Unter 14 Städten und Kreisen in Sachsen-Anhalt wird Rang vier erreicht.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Burgenlandkreis auf 26.862 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Burgenlandkreis bundesweit auf Rang 52. Innerhalb von Sachsen-Anhalt ergibt das Rang acht.
  • Statistisch stehen 100 Nachfrager im Burgenlandkreis einem Angebot von 99,4 Ausbildungsplätzen gegenüber. Mit dieser Ausbildungsplatzdichte wird Rang 189 im bundesweiten INSM-Vergleich belegt. Deutschlandweit stehen im Schnitt 98,9 Lehrstellen für 100 Bewerber zur Verfügung. In Sachsen-Anhalt bedeutet das Platz drei unter 14 kreisfreien Städten und Landkreisen.

Schwächen

  • Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Im September 2008 waren im Burgenlandkreis 8,6 Prozent aller 15 bis 24-Jährigen arbeitslos. Im Bundesmittel lag der Anteil junger Arbeitsloser bei 3,5 Prozent. Rang 406. Im eigenen Bundesland kommt der Burgenlandkreis damit auf Platz 13 von 14 Städten und Kreisen.
  • Die Arbeitslosenquote des Burgenlandkreises lag im vergangenen Jahr bei 18,0 Prozent. Bundesweit waren - bezogen auf abhängig Beschäftigte - 8,4 Prozent arbeitslos gemeldet. Im Gesamtranking ergibt sich so Platz 401 unter 409 kreisfreien Städten und Landkreisen. Rang 13 unter 14 Kreisen und Städten in Sachsen-Anhalt.
  • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - wiedergibt, erreicht der Burgenlandkreis einen Indexwert von 57,7 Punkten. Platz 394 im bundesweiten Vergleich. Landesweit kommt der Burgenlandkreis damit auf Rang zehn unter 14 analysierten Städten und Kreisen.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Burgenlandkreis wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


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