Das INSM-Profil:

Landkreis Freudenstadt

Stark bei der Gründungsbilanz und den Gästeübernachtungen, schwächer bei Hochqualifizierten und Schulden

Der Landkreis Freudenstadt belegt mit 56,0 Punkten Platz 64 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Freudenstadt Platz 21 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Freudenstadt punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Pro Jahr übernachten im Kreis Freudenstadt statistisch betrachtet 14,1 Gäste je Einwohner. Im Bundesmittel sind es 4,8 Gäste pro Jahr und Einwohner. Rang 28 im Gesamtranking. Platz zwei von 44 betrachteten Städten und Kreisen innerhalb des eigenen Bundeslandes.
  • Im Kreis Freudenstadt haben 65,8 Prozent aller Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job oder sind geringfügig beschäftigt. Bundesweit liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 60,0 Prozent. Das bringt Rang 30 für den Kreis Freudenstadt im deutschlandweiten Ranking. Bezogen auf Baden-Württemberg Rang zehn von 44 Kreisen.
  • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen vermittelt einen Eindruck von der regionalen Gründungsdynamik. Im Kreis Freudenstadt lag dieser Saldo 2007 bei 1,8 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 123 im Gesamtranking und Platz sechs unter 44 kreisfreien Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg.

Schwächen

  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Freudenstadt auf 34.929 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Freudenstadt bundesweit auf Rang 327. Innerhalb von Baden-Württemberg ergibt das Rang 20.
  • 5,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Freudenstadt haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang 311 sowie Platz 37 unter 44 untersuchten Städten und Kreisen in Baden-Württemberg.
  • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich im Kreis Freudenstadt auf 1.516 Euro je Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt 1.456 Euro. Das sorgt für Rang 260 im INSM-Ranking und Platz 39 unter 44 Städten und Kreisen in Baden-Württemberg.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Freudenstadt wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Freudenstadt im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.