Das INSM-Profil:

Landkreis Günzburg

Guter Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, schwache Gründungsdynamik

Der Landkreis Günzburg belegt mit 56,4 Punkten Platz 54 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Günzburg Platz 29 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Günzburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Statistisch stehen 100 Nachfrager im Kreis Günzburg einem Angebot von 108,3 Ausbildungsplätzen gegenüber. Mit dieser Ausbildungsplatzdichte wird Rang fünf im bundesweiten INSM-Vergleich belegt. Deutschlandweit stehen im Schnitt 98,9 Lehrstellen für 100 Bewerber zur Verfügung. In Bayern bedeutet das Platz fünf unter 96 kreisfreien Städten und Landkreisen.
  • Die Arbeitslosenquote des Kreises Günzburg lag im vergangenen Jahr bei 3,2 Prozent. Bundesweit waren - bezogen auf abhängig Beschäftigte - 8,4 Prozent arbeitslos gemeldet. Im Gesamtranking ergibt sich so Platz 15 unter 409 kreisfreien Städten und Landkreisen. Rang 13 unter 96 Kreisen und Städten in Bayern.
  • 70.526 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet der Kreis Günzburg im Gesamtvergleich mit Rang 28 ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Bayern ergibt sich Rang zehn unter 96 Kreisen.

Schwächen

  • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen vermittelt einen Eindruck von der regionalen Gründungsdynamik. Im Kreis Günzburg lag dieser Saldo 2007 bei 0,5 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 344 im Gesamtranking und Platz 94 unter 96 kreisfreien Städten und Landkreisen in Bayern.
  • Im Kreis Günzburg werden 47,1 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Günzburg Rang 334 im INSM-Ranking. Unter 96 Städten und Kreisen in Bayern wird Rang 75 erreicht.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Günzburg auf 33.608 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Günzburg bundesweit auf Rang 285. Innerhalb von Bayern ergibt das Rang 62.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Günzburg wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Günzburg im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.