Das INSM-Profil:

Landkreis Märkisch-Oderland

Solide öffentliche Finanzen, schwache Wirtschaftsleistung

Der Landkreis Märkisch-Oderland belegt mit 42,4 Punkten Platz 354 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Brandenburg belegt der Landkreis Märkisch-Oderland Platz acht unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Märkisch-Oderland punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Im Kreis Märkisch-Oderland werden 72,2 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Märkisch-Oderland Rang 18 im INSM-Ranking. Unter 18 Städten und Kreisen in Brandenburg wird Rang vier erreicht.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Märkisch-Oderland auf 26.161 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Märkisch-Oderland bundesweit auf Rang 34. Innerhalb von Brandenburg ergibt das Rang drei.
  • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich im Kreis Märkisch-Oderland auf 508 Euro je Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt 1.456 Euro. Das sorgt für Rang 14 im INSM-Ranking und Platz drei unter 18 Städten und Kreisen in Brandenburg.

Schwächen

  • Rang 396 belegt der Kreis Märkisch-Oderland bei der Wirtschaftsleistung: Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner erreicht hier einen Wert von 16.307 Euro. Im Bundessschnitt sind es 28.534 Euro. Innerhalb von Brandenburg bedeutet das Platz 17 von 18.
  • Die Gemeindliche Steuerkraft beläuft sich auf 385 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel liegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Einkommen- und Umsatzsteuer bei 765 Euro pro Einwohner. Damit erreicht der Kreis Märkisch-Oderland Rang 390 im INSM-Bundesvergleich. In Brandenburg kommt der Kreis Märkisch-Oderland damit auf Platz 16 von 18.
  • Die Arbeitslosenquote des Kreises Märkisch-Oderland lag im vergangenen Jahr bei 14,5 Prozent. Bundesweit waren - bezogen auf abhängig Beschäftigte - 8,4 Prozent arbeitslos gemeldet. Im Gesamtranking ergibt sich so Platz 363 unter 409 kreisfreien Städten und Landkreisen. Rang acht unter 18 Kreisen und Städten in Brandenburg.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Märkisch-Oderland wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Märkisch-Oderland im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.