Das INSM-Profil:

Landkreis Mittelsachsen

Solide öffentliche Finanzen und viele Hochqualifizierte, aber noch Wohlstandsdefizite

Der Landkreis Mittelsachsen belegt mit 43,3 Punkten Platz 340 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen belegt der Landkreis Mittelsachsen Platz vier unter 13 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Mittelsachsen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich im Kreis Mittelsachsen auf 656 Euro je Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt 1.456 Euro. Das sorgt für Rang 28 im INSM-Ranking und Platz zwei unter 13 Städten und Kreisen in Sachsen.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Mittelsachsen auf 26.180 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Mittelsachsen bundesweit auf Rang 35. Innerhalb von Sachsen ergibt das Rang acht.
  • 10,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Mittelsachsen haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang 71 sowie Platz acht unter 13 untersuchten Städten und Kreisen in Sachsen.

Schwächen

  • Die Einkommensteuerkraft vermittelt einen Eindruck von der regionalen Einkommenssituation: Im Kreis Mittelsachsen beläuft sie sich auf 110 Euro je Einwohner. Rang 386 bei einem bundesweiten Mittelwert von 282 Euro. In Sachsen erreicht der Kreis Mittelsachsen Rang zehn von 13.
  • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - wiedergibt, erreicht der Kreis Mittelsachsen einen Indexwert von 71,3 Punkten. Platz 365 im bundesweiten Vergleich. Landesweit kommt der Kreis Mittelsachsen damit auf Rang neun unter 13 analysierten Städten und Kreisen.
  • Die Arbeitslosenquote des Kreises Mittelsachsen lag im vergangenen Jahr bei 12,8 Prozent. Bundesweit waren - bezogen auf abhängig Beschäftigte - 8,4 Prozent arbeitslos gemeldet. Im Gesamtranking ergibt sich so Platz 337 unter 409 kreisfreien Städten und Landkreisen. Rang drei unter 13 Kreisen und Städten in Sachsen.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Mittelsachsen wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise durchschnittlich betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Mittelsachsen im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.