Das INSM-Profil:

Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis

Sicheres Pflaster mit ordentlichen Arbeitsmarktdaten - aber mäßiger Steuerkraft

Der Neckar-Odenwald-Kreis belegt mit 52,3 Punkten Platz 158 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Neckar-Odenwald-Kreis Platz 42 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Neckar-Odenwald-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Im Jahr 2007 registrierte man im Neckar-Odenwald-Kreis 3.456 Straftaten je 100.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt: 6.786 Delikte). Daraus folgt Rang 29 im Gesamtranking und Platz fünf von 44 in Baden-Württemberg.
  • Auf 100 Einwohner im Neckar-Odenwald-Kreis kommen 2,5 Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Bundesweit sind es im Durchschnitt 5,6 Bezieher von ALG II. Das bedeutet Rang 72 bundesweit und Rang 14 unter 44 untersuchten Kreisen in Baden-Württemberg.
  • Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Im September 2008 waren im Neckar-Odenwald-Kreis 2,0 Prozent aller 15 bis 24-Jährigen arbeitslos. Im Bundesmittel lag der Anteil junger Arbeitsloser bei 3,5 Prozent. Rang 89. Im eigenen Bundesland kommt der Neckar-Odenwald-Kreis damit auf Platz 36 von 44 Städten und Kreisen.

Schwächen

  • 4,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Neckar-Odenwald-Kreis haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang 355 sowie Platz 44 unter 44 untersuchten Städten und Kreisen in Baden-Württemberg.
  • Mit einem Pendlersaldo von -7,4 je 100 Einwohner belegt der Neckar-Odenwald-Kreis Rang 293 im Gesamtranking. Innerhalb des Bundeslandes Baden-Württemberg kommt der Neckar-Odenwald-Kreis damit auf Platz 39 unter 44 Städten und Kreisen. Ein positiver Pendlersaldo gehört zu den wichtigen Indizien dafür, dass eine Region attraktive Arbeitgeber hat.
  • Die Gemeindliche Steuerkraft beläuft sich auf 639 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel liegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Einkommen- und Umsatzsteuer bei 765 Euro pro Einwohner. Damit erreicht der Neckar-Odenwald-Kreis Rang 259 im INSM-Bundesvergleich. In Baden-Württemberg kommt der Neckar-Odenwald-Kreis damit auf Platz 44 von 44.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Neckar-Odenwald-Kreis wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.