Das INSM-Profil:

Landkreis Neu-Ulm

Zweitbeste Jobversorgung im Freistaat, gutes Lehrstellenangebot - aber recht hohe Arbeitskosten

Der Landkreis Neu-Ulm belegt mit 57,8 Punkten Platz 25 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Neu-Ulm Platz 15 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Neu-Ulm punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Statistisch stehen 100 Nachfrager im Kreis Neu-Ulm einem Angebot von 108,3 Ausbildungsplätzen gegenüber. Mit dieser Ausbildungsplatzdichte wird Rang fünf im bundesweiten INSM-Vergleich belegt. Deutschlandweit stehen im Schnitt 98,9 Lehrstellen für 100 Bewerber zur Verfügung. In Bayern bedeutet das Platz fünf unter 96 kreisfreien Städten und Landkreisen.
  • Im Kreis Neu-Ulm haben 67,4 Prozent aller Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job oder sind geringfügig beschäftigt. Bundesweit liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 60,0 Prozent. Das bringt Rang sechs für den Kreis Neu-Ulm im deutschlandweiten Ranking. Bezogen auf Bayern Rang zwei von 96 Kreisen.
  • 67.697 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet der Kreis Neu-Ulm im Gesamtvergleich mit Rang 42 ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Bayern ergibt sich Rang 15 unter 96 Kreisen.

Schwächen

  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Neu-Ulm auf 35.581 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Neu-Ulm bundesweit auf Rang 343. Innerhalb von Bayern ergibt das Rang 79.
  • Pro Jahr übernachten im Kreis Neu-Ulm statistisch betrachtet 2,0 Gäste je Einwohner. Im Bundesmittel sind es 4,8 Gäste pro Jahr und Einwohner. Rang 266 im Gesamtranking. Platz 77 von 96 betrachteten Städten und Kreisen innerhalb des eigenen Bundeslandes.
  • Mit einem Pendlersaldo von -5,4 je 100 Einwohner belegt der Kreis Neu-Ulm Rang 240 im Gesamtranking. Innerhalb des Bundeslandes Bayern kommt der Kreis Neu-Ulm damit auf Platz 50 unter 96 Städten und Kreisen. Ein positiver Pendlersaldo gehört zu den wichtigen Indizien dafür, dass eine Region attraktive Arbeitgeber hat.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Neu-Ulm wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Neu-Ulm im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.