Das INSM-Profil:

Landkreis Prignitz

Niedrige Arbeitskosten und gute Kitaversorgung - Aufholbedarf beim Wohlstand

Der Landkreis Prignitz belegt mit 38,4 Punkten Platz 394 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Brandenburg belegt der Landkreis Prignitz Platz 14 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Prignitz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Prignitz auf 25.409 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Prignitz bundesweit auf Rang 17. Innerhalb von Brandenburg ergibt das Rang zwei.
  • Im Kreis Prignitz werden 68,1 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Prignitz Rang 46 im INSM-Ranking. Unter 18 Städten und Kreisen in Brandenburg wird Rang 13 erreicht.
  • 8,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Prignitz haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang 136 sowie Platz zehn unter 18 untersuchten Städten und Kreisen in Brandenburg.

Schwächen

  • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - wiedergibt, erreicht der Kreis Prignitz einen Indexwert von 54,7 Punkten. Platz 397 im bundesweiten Vergleich. Landesweit kommt der Kreis Prignitz damit auf Rang 15 unter 18 analysierten Städten und Kreisen.
  • Die Gemeindliche Steuerkraft beläuft sich auf 369 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel liegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Einkommen- und Umsatzsteuer bei 765 Euro pro Einwohner. Damit erreicht der Kreis Prignitz Rang 392 im INSM-Bundesvergleich. In Brandenburg kommt der Kreis Prignitz damit auf Platz 17 von 18.
  • Bei der Kaufkraft je Einwohner kommt der Kreis Prignitz auf Rang 388 unter 409 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten. Der Indexwert liegt hier bei 70,0 Punkten. Dieser Punktwert ist auf Basis von GfK-Daten errechnet worden. Durchschnitt ist ein Wert von 100. In Brandenburg ergibt sich Rang 14 unter 18 Städten und Kreisen.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Prignitz wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Prignitz im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.