Das INSM-Profil:

Landkreis Rügen

Die meisten Gäste bundesweit, bester Lehrstellenmarkt in MVP - schwache Gründungsbilanz und Produktivität

Der Landkreis Rügen belegt mit 39,8 Punkten Platz 382 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt der Landkreis Rügen Platz zehn unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Rügen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Pro Jahr übernachten im Kreis Rügen statistisch betrachtet 69,5 Gäste je Einwohner. Im Bundesmittel sind es 4,8 Gäste pro Jahr und Einwohner. Rang eins im Gesamtranking. Platz eins von 18 betrachteten Städten und Kreisen innerhalb des eigenen Bundeslandes.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Rügen auf 23.454 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Rügen bundesweit auf Rang zwei. Innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern ergibt das Rang zwei.
  • Statistisch stehen 100 Nachfrager im Kreis Rügen einem Angebot von 104,2 Ausbildungsplätzen gegenüber. Mit dieser Ausbildungsplatzdichte wird Rang 32 im bundesweiten INSM-Vergleich belegt. Deutschlandweit stehen im Schnitt 98,9 Lehrstellen für 100 Bewerber zur Verfügung. In Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das Platz eins unter 18 kreisfreien Städten und Landkreisen.

Schwächen

  • Im Kreis Rügen kommen auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 0,7 Ingenieure. Deutschlandweit liegt der Ingenieuranteil bei 2,2 Prozent. Rang 403 im Bundesvergleich und Platz 18 von 18 in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen vermittelt einen Eindruck von der regionalen Gründungsdynamik. Im Kreis Rügen lag dieser Saldo 2007 bei -0,3 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 401 im Gesamtranking und Platz 18 unter 18 kreisfreien Städten und Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern.
  • 44.431 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet der Kreis Rügen im Gesamtvergleich mit Rang 400 ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern ergibt sich Rang 15 unter 18 Kreisen.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Rügen wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Rügen im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.