Das INSM-Profil:

Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Kreis punktet bei Kitabetreuung und öffentlichen Finanzen, schwächelt aber bei Steuerkraft und Produktivität

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen belegt mit 45,9 Punkten Platz 310 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Thüringen belegt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen Platz fünf unter 23 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Schmalkalden-Meiningen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Schmalkalden-Meiningen auf 26.202 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Schmalkalden-Meiningen bundesweit auf Rang 36. Innerhalb von Thüringen ergibt das Rang zehn.
  • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich im Kreis Schmalkalden-Meiningen auf 746 Euro je Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt 1.456 Euro. Das sorgt für Rang 41 im INSM-Ranking und Platz zwei unter 23 Städten und Kreisen in Thüringen.
  • Im Kreis Schmalkalden-Meiningen werden 66,8 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Schmalkalden-Meiningen Rang 51 im INSM-Ranking. Unter 23 Städten und Kreisen in Thüringen wird Rang elf erreicht.

Schwächen

  • 46.200 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet der Kreis Schmalkalden-Meiningen im Gesamtvergleich mit Rang 385 ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Thüringen ergibt sich Rang 15 unter 23 Kreisen.
  • Die Gemeindliche Steuerkraft beläuft sich auf 404 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel liegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Einkommen- und Umsatzsteuer bei 765 Euro pro Einwohner. Damit erreicht der Kreis Schmalkalden-Meiningen Rang 381 im INSM-Bundesvergleich. In Thüringen kommt der Kreis Schmalkalden-Meiningen damit auf Platz 15 von 23.
  • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen vermittelt einen Eindruck von der regionalen Gründungsdynamik. Im Kreis Schmalkalden-Meiningen lag dieser Saldo 2007 bei 0,2 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 371 im Gesamtranking und Platz 16 unter 23 kreisfreien Städten und Landkreisen in Thüringen.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Schmalkalden-Meiningen wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.