Das INSM-Profil:

Landkreis Sigmaringen

Guter Arbeitsmarkt - wenig Hochqualifizierte

Der Landkreis Sigmaringen belegt mit 52,9 Punkten Platz 144 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Sigmaringen Platz 39 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Sigmaringen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Im September 2008 waren im Kreis Sigmaringen 1,9 Prozent aller 15 bis 24-Jährigen arbeitslos. Im Bundesmittel lag der Anteil junger Arbeitsloser bei 3,5 Prozent. Rang 76. Im eigenen Bundesland kommt der Kreis Sigmaringen damit auf Platz 28 von 44 Städten und Kreisen.
  • Auf 100 Einwohner im Kreis Sigmaringen kommen 2,6 Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Bundesweit sind es im Durchschnitt 5,6 Bezieher von ALG II. Das bedeutet Rang 81 bundesweit und Rang 19 unter 44 untersuchten Kreisen in Baden-Württemberg.
  • Die Arbeitslosenquote des Kreises Sigmaringen lag im vergangenen Jahr bei 4,6 Prozent. Bundesweit waren - bezogen auf abhängig Beschäftigte - 8,4 Prozent arbeitslos gemeldet. Im Gesamtranking ergibt sich so Platz 87 unter 409 kreisfreien Städten und Landkreisen. Rang 29 unter 44 Kreisen und Städten in Baden-Württemberg.

Schwächen

  • 5,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Sigmaringen haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil Hochqualifizierter bei 7,8 Prozent. Deutschlandweit ergibt sich so Rang 317 sowie Platz 40 unter 44 untersuchten Städten und Kreisen in Baden-Württemberg.
  • Im Kreis Sigmaringen werden 50,4 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Sigmaringen Rang 252 im INSM-Ranking. Unter 44 Städten und Kreisen in Baden-Württemberg wird Rang 43 erreicht.
  • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen vermittelt einen Eindruck von der regionalen Gründungsdynamik. Im Kreis Sigmaringen lag dieser Saldo 2007 bei 1,2 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 242 im Gesamtranking und Platz 31 unter 44 kreisfreien Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Sigmaringen wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher stark betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Sigmaringen im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.