Das INSM-Profil:

Landkreis Uckermark

Bei der Produktivität in Brandenburg weit vorn - große Arbeitsmarktprobleme

Der Landkreis Uckermark belegt mit 34,5 Punkten Platz 407 von insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten im zweiten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Brandenburg belegt der Landkreis Uckermark Platz 18 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Uckermark punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

  • Im Kreis Uckermark werden 66,1 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut. Bundesweit liegt der Anteil bei 54,3 Prozent. Damit belegt der Kreis Uckermark Rang 58 im INSM-Ranking. Unter 18 Städten und Kreisen in Brandenburg wird Rang 16 erreicht.
  • Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Uckermark auf 27.596 Euro. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn beziehungsweise -gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 Euro. Damit kommt der Kreis Uckermark bundesweit auf Rang 71. Innerhalb von Brandenburg ergibt das Rang neun.
  • 59.849 Euro erwirtschaftet hier jeder Erwerbstätige im Schnitt. Damit schneidet der Kreis Uckermark im Gesamtvergleich mit Rang 158 ab. Zum Vergleich: Bundesweit erreicht die Produktivität ein Niveau von 58.299 Euro pro Erwerbstätigem. Innerhalb der Grenzen des Landes Brandenburg ergibt sich Rang drei unter 18 Kreisen.

Schwächen

  • Junge Arbeitslose sind eine besondere Problemgruppe am Arbeitsmarkt, weil die Gefahr besteht, dass Betroffene den Einstieg in Arbeit gar nicht finden. Im September 2008 waren im Kreis Uckermark 9,3 Prozent aller 15 bis 24-Jährigen arbeitslos. Im Bundesmittel lag der Anteil junger Arbeitsloser bei 3,5 Prozent. Rang 409. Im eigenen Bundesland kommt der Kreis Uckermark damit auf Platz 18 von 18 Städten und Kreisen.
  • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen vermittelt einen Eindruck von der regionalen Gründungsdynamik. Im Kreis Uckermark lag dieser Saldo 2007 bei -1,1 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 409 im Gesamtranking und Platz 18 unter 18 kreisfreien Städten und Landkreisen in Brandenburg.
  • Auf 100 Einwohner im Kreis Uckermark kommen 14,5 Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Bundesweit sind es im Durchschnitt 5,6 Bezieher von ALG II. Das bedeutet Rang 408 bundesweit und Rang 18 unter 18 untersuchten Kreisen in Brandenburg.
  • Die Arbeitslosenquote des Kreises Uckermark lag im vergangenen Jahr bei 21,2 Prozent. Bundesweit waren - bezogen auf abhängig Beschäftigte - 8,4 Prozent arbeitslos gemeldet. Im Gesamtranking ergibt sich so Platz 408 unter 409 kreisfreien Städten und Landkreisen. Rang 18 unter 18 Kreisen und Städten in Brandenburg.

Krisenindex: Wie stark trifft die Konjunkturkrise die Region?

Der Kreis Uckermark wird nach einer wissenschaftlichen Trendanalyse aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur vor Ort unter den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise sehr schwach betroffen sein. Mehr zu diesem Krisenindex finden Sie hier.


Hier finden Sie alle Informationen über Ihren Kreis. Laden Sie das komplette Profil von Landkreis Uckermark im Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.