Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Flensburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Stadt Flensburg

    Zweithöchstes BIP in Schleswig-Holstein, hohe Schulden

    Flensburg belegt mit 44,9 Punkten Platz 335 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt Flensburg Platz 15 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Flensburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Überdurchschnittlich hoch war das Bruttoinlandsprodukt 2004. Es betrug 33.025 Euro je Einwohner (Bundesdurchschnitt 24.805 Euro je Einwohner). Rang 63 auf Bundesebene und das zweithöchste im Land.
    • Punkten konnte Flensburg 2005 auch beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt, heute und in Zunkunft, beschreibt. Dieser lag über dem Bundesdurchschnitt (100 Punkte) bei 112,5 Punkten. Rang 148.
    • Höher als im Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent) ist in Flensburg der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Dieser lag 2005 bei 9,4 Prozent. Für Flensburg bedeutet das Rang 138.
    • Über dem Bundesdurchschnitt liegt in Flensburg das Einkommen am Arbeitsort. 2005 lag die Bruttolohnsumme bei 26.620 Euro je Beschäftigtem (Bundesdurchschnitt 25.822 Euro). Rang 166 bundesweit, Platz 5 im Bundesland.

    Schwächen

    • Im Bundesvergleich recht hoch liegt in Flensburg die kommunale Verschuldung. Mit 2.710 Euro je Einwohner im Jahr 2004 (Bundesdurchschnitt 1.438 Euro Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände je Einwohner) erreicht Flensburg nur Rang 416.
    • Weit hinten lag Flensburg im Jahresdurchschnitt 2006 mit einer Arbeitslosenquote von 16,8 Prozent. Im Bundesdurchschnitt betrug die Quote nur 12,2 Prozent. Rang 339.
    • Mäßig und daher nur mit Rang 371 schneidet Flensburg auch beim Indikator Arbeitsplatzversorgung ab. Nur 53,1 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesdurchschnitt waren es 59,2 Prozent.
    • Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Er lag bei 2,6 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3 je 1.000 Einwohner). Das reicht nur für Rang 338.