Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Offenbach

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Offenbach

    Hohe Einkommensteuerkraft, wenig Investitionen

    Der Landkreis Offenbach belegt mit 59,2 Punkten Platz 24 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Offenbach Platz 4 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Offenbach punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • 33,5 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren haben im Kreis Offenbach einen sozialversicherungspflichtigen Job (2005). Im Bundesdurchschnitt waren es 29,4 in dieser Altersgruppe. Diese Altersbeschäftigungsquote bringt Rang 38 im Bundesvergleich und Platz 1 in Hessen.
    • Weit über dem Durchschnitt liegt im Kreis Offenbach die Einkommensteuerkraft. Je Einwohner betrug der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer im Jahr 2004 400 Euro. Der bundesdurchschnittliche Wert lag bei 216 Euro. Rang 8 für den Kreis.
    • Gut schneidet der Kreis Offenbach auch bei der Arbeitsplatzversorgung ab. 63,4 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es 59,2 Prozent. Rang 99.
    • Vergleichsweise hoch ist im Kreis Offenbach die Kaufkraft. Die Bruttolohnsumme je Einwohner liegt im Kreis bei 11.490 Euro (2005). Im Bundesdurchschnitt sind es 8.523 Euro je Einwohner. Der Kreis belegt damit Rang 16 im INSM-Ranking.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich ist im Kreis Offenbach die kommunale Investitionsquote. Diese lag im Jahr 2005 bei nur 8,1 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben. Im Bundesdurchschnitt waren es 13,2 Prozent. Nur Rang 342.
    • Nachholbedarf hat der Kreis Offenbach bei der Ausbildungsplatzdichte. Nur 92,6 Ausbildungsplätze gab es im Jahr 2003 statistisch gesehen für 100 Nachfrager. Bundesweit sind es 96,8 Lehrstellen. Das reicht auch hier nur für Rang 343.
    • Über Bundesniveau liegt im Kreis Offenbach die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände. 2004 stand jeder Einwohner im Kreis rechnerisch mit 1.690 Euro in der Kreide. Der Vergleichswert im Bund betrug 1.438 Euro. Rang 318.
    • Überdurchschnittlich hoch sind die Arbeitskosten im Kreis Offenbach: 2004 lagen die Arbeitnehmerentgelte je Arbeitnehmer bei 35.066 Euro. Bundesweit waren es nur 30.561 Euro. Platz 384.