Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Segeberg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Segeberg

    Hohe Altersbeschäftigung, recht hohe Kaufkraft: Zweiter in Schleswig-Holstein

    Der Landkreis Segeberg belegt mit 55,7 Punkten Platz 89 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt der Landkreis Segeberg Platz 2 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Segeberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Bundesvergleich recht hoch ist im Kreis Segeberg die Altersbeschäftigungsquote. 33,9 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren hatten hier 2005 einen Job. Bundesweit sind es nur 29,4. Der Kreis belegt damit Rang 35.
    • Punkten kann der Kreis Segeberg auch bei der Arbeitsplatzversorgung. 63,7 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren haben einen Job (2005). Im Bundesschnitt waren es 59,2 Prozent. Rang 89.
    • Sieger in Schleswig-Holstein ist der Kreis Segeberg beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt: Mit 118,4 Punkten (2005) belegt der Kreis Rang 109 (Bundesdurchschnitt: 100 Punkte).
    • Relativ hoch ist im Kreis Segeberg die Kaufkraft. Die durchschnittliche Bruttolohnsumme lag im Jahr 2005 bei 10.197 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel waren es nur 8.523 Euro. Rang 57 für den Kreis.

    Schwächen

    • Der Kreis Segeberg liegt bei der Produktivität im Bundesvergleich nur im Mittelfeld. Im Jahr 2004 erwirtschaftete ein Beschäftigter 52.500 Euro (Schnitt Bund: 53.331 Euro). Rang 225.
    • Leicht über Bundesdurchschnitt liegen im Kreis Segeberg die Arbeitskosten. Dort kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004 im Schnitt 31.375 Euro, bundesweit waren es nur 30.561 Euro. Nur Rang 260.
    • Unter Durchschnitt ist im Kreis Segeberg der Anteil Hochqualifizierter: 5,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2005) haben einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Bundesweit sind es 7,5 Prozent. Nur Rang 310.
    • Schlechter als im Schnitt der Bundesrepublik liegt der Kreis Segeberg bei der Sicherheit. 2005 wurden 7.931 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6.919. Rang 306 im INSM-Ranking.