Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Werra-Meißner-Kreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Werra-Meißner-Kreis

    Recht schlanke Verwaltung, wenig Lehrstellen, wenig Kaufkraft

    Der Werra-Meißner-Kreis belegt mit 45,5 Punkten Platz 324 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Werra-Meißner-Kreis Platz 25 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Werra-Meißner-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Leicht unter dem Bundesdurchschnitt liegen im Werra-Meißner-Kreis die Arbeitskosten. 30.465 Euro kostete ein Arbeitnehmer im Jahr 2004 sein Unternehmen (Bundesdurchschnitt 30.561 Euro). Rang 210.
    • Im Werra-Meißner-Kreis leistet man sich weniger öffentlich Beschäftigte als bundesdurchschnittlich (1,5 öffentlich Beschäftigte): Statistisch betrachtet kamen 1,12 Staatsdiener auf je 100 Einwohner (2004). Rang 108.
    • Noch leicht über Bundesniveau liegt der Werra-Meißner-Kreis bei den kommunalen Investitionen. Die Quote belief sich im Jahr 2005 auf 14,9 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben (Bundesdurchschnitt 13,2 Prozent). Rang 166 für den Kreis.
    • Sicherer als in vielen anderen Regionen Deutschlands lebt man im Werra-Meißner-Kreis. 2005 wurden im Kreis durchschnittlich 5.451 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 6.919 je 100.000 Einwohner. Rang 149.

    Schwächen

    • Den letzten Platz in Hessen und Rang 378 bundesweit erreicht der Werra-Meißner-Kreis mit 69,2 Punkten beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung abbildet. 100 Punkte sind Bundesdurchschnitt.
    • Nur Rang 361 erreicht der Werra-Meißner-Kreis bei der Kaufkraft. Im Jahr 2005 lag die Bruttolohnsumme je Einwohner im Kreis bei 7.106 Euro. Im Bundesdurchschnitt waren es 8.523 Euro. Schlusslicht in Hessen.
    • Schwierig sind die Bedingungen im Werra-Meißner-Kreis für Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen: 2003 standen 100 Nachfrager einem Ausbildungsplatzangebot von 85,1 Stellen gegenüber. Bundesweit waren 96,8 Stellen im Angebot. Der Kreis erreicht hier nur Rang 423 und Platz 25 in Hessen.
    • Auch bei der Arbeitsplatzversorgung schneidet der Werra-Meißner-Kreis unterdurchschnittlich ab. 54,7 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten hier 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es 59,2 Prozent. Rang 348 bundesweit, vorletzter in Hessen.