Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Göppingen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Göppingen

    Gute Altersbeschäftigungsquote, recht schwache Gründungsdynamik

    Der Landkreis Göppingen belegt mit 56,7 Punkten Platz 62 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Göppingen Platz 22 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Göppingen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Altersbeschäftigungsquote im Landkreis Göppingen ist vergleichsweise hoch: Statistisch betrachtet hatten 2005 im Kreis 34,8 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren einen Job. Bundesweit lag die Altersbeschäftigungsquote nur bei 29,4 Prozent. Rang 22 im Gesamt-Vergleich.
    • Punkten kann der Kreis im Bundesvergleich auch bei der Ausbildungsplatzdichte: Auf 100 Bewerber kamen hier im Jahr 2003 statistisch 102,6 Ausbildungsplätze. Damit belegt der Landkreis Rang 40. Zum Vergleich: Auf Bundesebene standen 100 Nachfrager einem Angebot von nur 96,8 Lehrstellen gegenüber.
    • Rang 43 erreicht der Kreis Göppingen mit einer Einkommensteuerkraft von 322 Euro (2004). Im Bundesdurchschnitt beläuft sich der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer nur auf 216 Euro je Einwohner.
    • Entsprechend hoch ist auch die Kaufkraft im Kreis Göppingen: 10.264 Euro je Einwohner (2005). Im Bundesmittel liegt sie bei 8.523 Euro. Rang 55.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich ist der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen im Kreis Göppingen. Im Jahr 2004 lag der Wert nur bei 2,2 je 1.000 Einwohner (Schnitt im Bund: 3,3). Damit landet Göppingen im Gesamtvergleich weit hinten auf Rang 377.
    • Hoch sind mit 34.529 Euro je Beschäftigtem die Arbeitskosten im Landkreis (2004). Bundesweit müssen Unternehmen für einen Arbeitnehmer im Schnitt nur 30.561 Euro ausgeben. Rang 373.
    • Der Kreis Göppingen leistete sich 1,74 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner (2004). Das reicht nur für Rang 333, denn im Bundesmittel ist man sparsamer: Nur 1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner.
    • Mit 6,0 Prozent war der Anteil der Hochqualifizierten 2005 im Kreis Göppingen unterdurchschnittlich. Auf Bundesebene hatten 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rang 262.