Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Heilbronn

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Heilbronn

    Viele Jobs, im Bundeslandvergleich Schwächen bei den Lehrstellen

    Der Landkreis Heilbronn belegt mit 59,3 Punkten Platz 23 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Heilbronn Platz 6 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Heilbronn punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Kreis Heilbronn hat keine Probleme mit der Altersstruktur: Beim Demografieindex, einem Mischindikator, der unter anderem das Verhältnis von Jung und Alt heute und in Zukunft gewichtet, erreicht der Landkreis 141,4 Punkte. Das bedeutet Rang 13 im Gesamtvergleich und Platz 3 in Baden-Württemberg. (Bundesdurchschnitt: 100 Punkte).
    • Der Landkreis Heilbronn ist sehr sicher: 2005 wurden hier mit 3.508 Straftaten je 100.000 Einwohner nur etwa halb so viele Delikte registriert wie auf Bundesebene (6.919 gemeldete Straftaten). Rang 24.
    • Ebenfalls Rang 24 erreicht der Kreis Heilbronn bei der Altersbeschäftigungsquote: Von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren hatten hier 2005 34,6 einen Job. Bundesweit waren es nur 29,4 Prozent.
    • Nicht nur für ältere Menschen gibt es mehr Arbeit als anderswo: Insgesamt hatten 2005 von allen Erwerbspersonen im Alter von 15-65 hier 66,6 Prozent einen Job. Im Bundesdurchschnitt lag die Arbeitsplatzversorgung nur bei 59,2 Prozent. Ergebnis: Rang 28.

    Schwächen

    • Nur Rang 408 erreicht der Landkreis Heilbronn bei den Arbeitskosten, die hier bei 37.168 Euro liegen (2004). Bundesweit kostet ein Arbeitnehmer im Schnitt nur 30.561 Euro.
    • Knapp unter Bundesdurchschnitt rangiert der Kreis beim Anteil der Hochqualifizierten: Der Anteil an allen Beschäftigten war 2005 mit 7,2 Prozent eher gering. Im Bundesmittel hatten immerhin 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rang 194.
    • Etwas besser als im Bundesschnitt ist im Kreis Heilbronn die Ausbildungsplatzdichte. Auf 100 Bewerber kamen hier statistisch betrachtet 99,3 Lehrstellen (2003). Der Bundesdurchschnitt lag bei 96,8 Plätzen für 100 Bewerber. Im Bundesvergleich reicht das noch für Rang 151. Im Land Baden-Württemberg bringt es aber nur Platz 40 unter 44 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten.