Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Heidenheim

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Heidenheim

    Sicheres Pflaster, hohe Einkommen, aber auch hohe Arbeitskosten

    Der Landkreis Heidenheim belegt mit 55,0 Punkten Platz 108 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Heidenheim Platz 31 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Heidenheim punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Landkreis Heidenheim lebt es sich vergleichsweise sicher: 2005 hat die Polizei hier nur 3.447 Straftaten je 100.000 Einwohner registriert. Das waren gerade einmal halb so viele wie im Bundesdurchschnitt (6.919 Delikte) Rang 20 im bundesweiten INSM-Regional-Ranking, Platz 3 in Baden-Württemberg.
    • Vergleichsweise hoch sind im Kreis Heidenheim die Einkommen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem lag dort im Jahr 2005 bei 30.584 Euro. Im Durchschnitt betrug das Einkommen in den Kreisen nur 25.822 Euro. Ergebnis: Rang 37.
    • Im Landkreis Heidenheim gibt es vergleichsweise viel Arbeit: Von allen Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten hier 2005 64,3 Prozent einen Job. Damit erreicht der Kreis Rang 71, bundesweit liegt die Arbeitsplatzversorgung im Mittel nur bei 59,2 Prozent.
    • Punkten kann der Kreis auch bei der Einkommensteuerkraft (Rang 74). Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 300 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt sind es 216 Euro.

    Schwächen

    • Die Arbeitskosten lagen im Landkreis Heidenheim im Jahr 2004 mit 37.773 Euro deutlich über dem Bundesdurchschnitt (30.561 Euro). Nur Rang 411 für den Kreis bei diesem Indikator.
    • Schlecht schneidet der Kreis Heidenheim auch bei der Struktur seiner Verwaltung ab: Die Gemeinden und Gemeindeverbände im Landkreis leisten sich statistisch 1,93 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner (2004). Zum Vergleich: Bundesweit sind es im Schnitt 1,5 Staatsdiener. Nur Rang 361.
    • Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar: Nur 2,4 neue Unternehmen kamen rechnerisch je 1.000 Einwohner hinzu, damit landet der Kreis Heidenheim auf Rang 356. (Bundesdurchschnitt: 3,3 je 1.000 Einwohner)
    • Mit einer kommunalen Verschuldung von 1.280 Euro je Einwohner im Jahr 2004 lag der Kreis zwar noch leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 1.438 Euro je Einwohner und erreicht im Bundesvergleich Rang 209. In Baden-Württemberg reicht das aber nur für Platz 27 unter 44 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten.