Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Gifhorn

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Gifhorn

    Landkreis Gifhorn landet in Niedersachsen auf Platz 4

    Der Landkreis Gifhorn belegt mit 54,2 Punkten Platz 121 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Gifhorn Platz 4 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Gifhorn punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Kaufkraft im Landkreis Gifhorn ist relativ hoch: Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner belief sich im Jahr 2005 auf 10.688 Euro je Einwohner. Platz 2 in Niedersachsen, Rang 29 im Bund, wo der Durchschnitt bei 8.523 Euro lag.
    • Beim Demografieindex schneidet der Kreis Gifhorn mit 130,6 Punkten gut ab - Platz 3 im Bundesland, Rang 40 deutschlandweit. Bundesdurchschnitt: 100 Punkte. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.
    • 12,7 Prozent aller Beschäftigten im Kreis Gifhorn arbeiteten 2005 in schnell wachsenden Branchen. 6. Platz in Niedersachsen, Rang 61 im Bund. Im Bundesdurchschnitt arbeiten nur 8,4 Prozent aller Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen.
    • Im Landkreis Gifhorn hat man eine vergleichsweise schlanke Verwaltung: 2004 kamen auf 100 Einwohner statistisch betrachtet nur 0,98 öffentlich Beschäftigte. Platz 7 in Niedersachsen, Rang 72 im deutschlandweiten Vergleich. Dort lag der Schnitt bei 1,5 Beschäftigten.

    Schwächen

    • Das Bruttoinlandsprodukt ist vergleichsweise gering: 2004 lag die Wirtschaftsleistung je Einwohner durchschnittlich bei 14.145 Euro. Damit belegt der Kreis Rang 423 und liegt mehr als 10.000 Euro unter dem Bundesdurchschnitt, der 24.805 Euro betrug.
    • 2003 kamen im Kreis Gifhorn auf 100 Nachfrager statistisch nur 94,6 Ausbildungsplätze. Nur Platz 42 in Niedersachsen und Rang 308 im Bund, wo der Schnitt bei 96,8 Plätzen lag.
    • Die kommunale Investitionsquote im Kreis war 2005 mit 11,0 Prozent relativ gering und lag deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Rang 272 bundesweit.
    • 36,4 Prozent aller Menschen ohne Job waren 2005 im Kreis Gifhorn langzeitarbeitslos. Das bedeutet Rang 256 im Kreis-Ranking. Bundesweit lag der Durchschnitt bei 35,4 Prozent.