Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Freudenstadt

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Freudenstadt

    Top auf dem Arbeitsmarkt, aber wenig Gründungsdynamik

    Der Landkreis Freudenstadt belegt mit 56,8 Punkten Platz 61 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Freudenstadt Platz 21 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Freudenstadt punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Fast nirgendwo ist die Ausbildungsplatzdichte so gut wie im Landkreis Freudenstadt: Für 100 Bewerber gibt es hier 103,9 Lehrstellen (2003). Zum Vergleich: Bundesweit finden 100 Bewerber statistisch betrachtet nur ein Angebot von 96,8 Lehrstellen vor. Rang 8 im Bundesvergleich und 2. Platz in Baden-Württemberg!
    • Auch insgesamt sieht es auf dem Arbeitsmarkt gut aus: Von allen Erwerbspersonen im Alter von 15-65 Jahren hatten 2005 im Kreis Freudenstadt 67,7 Prozent einen Job. Im Bundesmittel lag die Arbeitsplatzversorgung nur bei 59,2 Prozent. Ergebnis: Rang 11.
    • Punkten kann der Kreis Freudenstadt auch bei der Altersbeschäftigungsquote: Von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 hatten 2005 statistisch betrachtet 34,8 eine Arbeit. Auf Bundesebene liegt die Altersbeschäftigungsquote im Schnitt bei 29,4 je 100 Einwohnern. Damit schiebt sich der Landkreis auf Rang 21.
    • Rang 35 erreicht der Kreis Freudenstadt in der Kriminalitätsstatistik: 2005 registrierte die Polizei hier nur 3.788 Straftaten je 100.000 Einwohner. Im Bundesdurschschnitt waren es 6.919 gemeldete Delikte.

    Schwächen

    • Beim Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen schneidet der Landkreis Freudenstadt schlecht ab. Der Wert des Jahres 2004 lag nur bei 2,1 je je 1.000 Einwohner. Das Bundesmittel lag bei 3,3 je 1.000 Einwohner. Das reicht nur für Rang 390.
    • Mehr Verwaltung als anderswo leistet man sich im Kreis Freudenstadt: Im Jahr 2004 kamen auf 100 Einwohner im Kreis statistisch betrachtet 1,89 öffentlich Beschäftigte. Zum Vergleich: Im Bundesmittel sind es 1,5 Bedienstete von Gemeinden und Gemeindeverbänden. Rang 355.
    • Unter Durchschnitt schneidet der Landkreis Freudenstadt mit 5,2 Prozent beim Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen ab. Bundesweit sind 8,4 Prozent aller Arbeitnehmer in solchen Boom-Branchen beschäftigt. Rang 355.
    • Der Anteil der Hochqualifizierten lag 2005 im Kreis Freudenstadt bei 4,9 Prozent. Das reicht nur für Rang 332, bundesweit hatten immerhin 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss.