Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Rottweil

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Rottweil

    Drittbeste Arbeitsplatzversorgung bundesweit

    Der Landkreis Rottweil belegt mit 57,7 Punkten Platz 42 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Rottweil Platz 17 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Rottweil punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Fast nirgendwo sonst in der Bundesrepublik ist die Versorgung mit Arbeitsplätzen so gut wie im Landkreis Rottweil: Im Jahr 2005 hatten hier 69,2 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15-65 Jahren einen Job. Das ist weit mehr als der bundesweite Durchschnitt (59,2 Prozent) und beschert dem Kreis Rang 3 im INSM-Ranking.
    • Unter die Top Ten kommt der Landkreis Rottweil auch bei der Ausbildungsplatzdichte. Auf 100 jugendliche Bewerber kamen hier 103,8 Lehrstellen im Jahr 2003. Zum Vergleich: Bundesweit gibt es im Schnitt nur 96,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Rang 10.
    • Den 30. Platz unter 435 Kreisen und kreisfreien Städten belegt Rottweil bei der Kriminalität: Hier wurden im Jahr 2005 3.658 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesweit liegt die Quote bei 6.919 Straftaten.
    • Punkten kann der Landkreis Rottweil auch bei der Altersbeschäftigungsquote. Statistisch haben hier 34,3 Prozent aller Einwohner zwischen 55 und 65 einen Arbeitsplatz. Damit erreicht der Kreis Rang 30 im INSM-Ranking (Bundesdurchschnitt: 29,4 Prozent).

    Schwächen

    • Mit 4,2 Prozent ist der Anteil der Beschäftigten, die in schnell wachsenden Branchen arbeiten, im Kreis gering. Rang 405 für den Kreis Rottweil, im Bundesmittel liegt dieser Wert bei immerhin 8,4 Prozent.
    • Auch beim Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen steht der Landkreis nicht gut da: Der Wert lag im Jahr 2004 nur bei 2,3 je 1.000 Einwohner. Im Bundesschnitt lag er bei 3,3. Rang 368.
    • Mit 33.923 Euro lagen die Arbeitskosten im Kreis Rottweil im Jahr 2004 über dem Bundesmittel. Im Durchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Platz 359.
    • Der Anteil der Hochqualifizierten ist im Kreis Rottweil mit 5,1 Prozent (2005) relativ gering. Bundesweit hatten 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rang 323 für den Kreis.