Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Goslar

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Goslar

    Niedriger Schuldenstand, ungünstige Lage für Lehrlinge

    Der Landkreis Goslar belegt mit 46,1 Punkten Platz 314 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Goslar Platz 37 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Goslar punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die kommunale Verschuldung war im Jahr 2004 im Kreis Goslar mit 899 Euro je Einwohner relativ gering. Platz 11 in Niedersachsen, Rang 71 im Bund. Dort lag der Schnitt bei 1.438 Euro je Einwohner.
    • Der Anteil der Hochqualifizierten an allen Beschäftigten lag im Landkreis Goslar 2005 bei rund 6,5 Prozent. Bundesweit hatten 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rang 240 bundesweit. Innerhalb Niedersachsens liegt er damit noch auf einem achtbaren Platz 14 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Mit einem Anteil von 35,1 Prozent Langzeitarbeitslosen unter allen Menschen ohne Job im Jahr 2005 bewegt sich der Kreis Goslar noch minimal unter dem Bundesschnitt von 35,4 Prozent. Rang 227.
    • Mit einem durchschnittlichen Einkommen von 25.448 Euro je Beschäftigtem landet der Kreis Goslar zwar nur im Mittelfeld der Bundesrepublik (25.822 Euro) und belegt Platz 230. Innerhalb Niedersachsens reicht das aber noch für eine Platzierung in der oberen Hälfte: Rang 21 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten.

    Schwächen

    • Die Ausbildungsplatzsituation im Landkreis Goslar war 2003 ungünstig. Auf 100 Nachfrager kamen 90,6 Ausbildungsplätze. Damit wird der Kreis in Niedersachsen Letzter, im Bund kommt der Kreis Goslar auf Rang 389. Bundesweit waren 96,8 Lehrstellen im Angebot.
    • 2004 lag der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen bei 2,2 je 1.000 Einwohner. Damit rangiert der Kreis auf Rang 386. Der Bundesdurchschnitt belief sich auf 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Beim Demografieindex schneidet der Kreis mit 69 Punkten schlecht ab und belegt nur Rang 379. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt. Bundesdurchschnitt: 100 Punkte.
    • Die kommunale Investitionsquote im Kreis Goslar belief sich im Jahr 2005 nur auf 6,4 Prozent und lag damit deutlich unter dem Bundesmittel von 13,2 Prozent der Gesamtausgaben. Rang 383.