Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Lörrach

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Lörrach

    Wenig Langzeitarbeitslose, wenig Gründungsdynamik

    Der Landkreis Lörrach belegt mit 52,7 Punkten Platz 153 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Lörrach Platz 40 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Lörrach punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Mit einem Anteil von 24,2 Prozent (2005) unter allen Arbeitslosen sind im Landkreis Lörrach sehr wenige Menschen langzeitsarbeitslos. Das bringt Platz 3 in Baden-Württemberg und reicht im Gesamt-Ranking für Platz 16. Im Bundesdurchschnitt liegt die Quote bei 35,4 Prozent.
    • Auf Bundesebene herrscht Lehrstellenmangel, dort müssen sich 100 Nachfrager statistisch betrachtet mit 96,8 Lehrstellen begnügen. Nicht so im Kreis Lörrach: Hier kamen im Jahr 2003 auf 100 Bewerber 102,1 Ausbildungsplätze. Rang 50.
    • Mit einer Einkommensteuerkraft von 306 Euro je Einwohner (2004) liegt der Landkreis Lörrach weit über dem Bundesniveau. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beläuft sich im Bundesschnitt auf 216 Euro je Einwohner. Das bedeutet Rang 64 für den Kreis.
    • Mit Rang 68 schneidet der Kreis gut ab beim Demografieindex. Lörrach erreicht hier 125,0 Punkte, der bundesweite Durchschnitt liegt bei nur 100 Punkten. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.

    Schwächen

    • Weit unterdurchschnittlich ist im Kreis Lörrach der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen. Im Jahr 2004 lag der Wert bei 1,7 je 1.000 Einwohner. Das verweist auf eine stark unterdurchschnittliche Gründungsdynamik, denn bundesweit liegt der Saldo bei 3,3. Nur Rang 417 für den Kreis sowie vorletzter Platz in Baden-Württemberg.
    • 9.706 Straftaten je 100.000 Einwohner hat die Polizei 2005 im Kreis Lörrach registriert. Damit ist der Kreis ein verhältnismäßig unsicheres Pflaster und landet im INSM-Ranking auf Platz 367. Im Bundesschnitt beläuft sich die Quote auf 6.919 Straftaten.
    • Die Arbeitskosten sind im Landkreis Lörrach mit 33.368 Euro (2004) recht hoch. Bundesweit kostet ein Arbeitnehmer seinem Unternehmen im Schnitt nur 30.561 Euro. Rang 337.
    • Im Kreis Lörrach hatten 2005 statistisch betrachtet 28,1 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren einen Job. Das ist weniger als im Bundesdurchschnitt. Dort lag die Altersbeschäftigungsquote bei 29,4 je 100 Einwohnern. Ergebnis: Rang 309 im Gesamt-Ranking und Vorletzter in Baden-Württemberg.