Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Zollernalbkreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Zollernalbkreis

    Bundesweit Top Ten bei den Lehrstellen, wenig Jobs in Wachstumsbranchen

    Der Zollernalbkreis belegt mit 55,1 Punkten Platz 105 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Zollernalbkreis Platz 30 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Zollernalbkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Mehr Ausbildungsplätze als Bewerber: Im Zollernalbkreis kamen im Jahr 2003 auf 100 Bewerber statistisch 103,8 Ausbildungsplätze. Im Bundesdurchschnitt waren 96,8 Stellen im Angebot. Platz 10 im Bundesvergleich.
    • Der Zollernalbkreis punktet bei der Altersbeschäftigtenquote: 32,7 Prozent aller Einwohner im Alter von 55 bis 65 Jahren hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es 29,4 Prozent. Im INSM-Regionalvergleich erreicht der Zollernalbkreis damit Rang 61.
    • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände beliefen sich im Zollernalbkreis im Jahr 2004 auf 893 Euro je Einwohner. Bundesschnitt: 1.438 Euro. Rang 68 für den Zollernalbkreis.
    • Gut sieht es im Zollernalbkreis auch mit der Kaufkraft aus. Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner belief sich im Jahr 2005 auf 9.648 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt sind es nur 8.523 Euro. Platz 88.

    Schwächen

    • Vergleichsweise niedrig ist im Zollernalbkreis die Gründungsdynamik: Der Saldo der Gewerbean- und abmeldungen lag im Jahr 2004 bei 2,2 je 1000 Einwohner. Bundeschnitt: 3,3. Das reicht nur für Rang 380.
    • Recht hoch sind im Kreis die Arbeitskosten. 2004 kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt 33.535 Euro. Im Bundesmittel sind die Arbeitskosten mit 30.561 Euro knapp 10 Prozent niedriger. Rang 341 für den Zollernalbkreis.
    • Nur Rang 341 belegt der Zollernalbkreis auch bei den schnell wachsenden Branchen. Im Zollernalbkreis arbeiteten im Jahr 2005 nur 5,3 Prozent der Beschäftigen in solchen Branchen. (Bundesschnitt: 8,4 Prozent)
    • Der Anteil der Hochqualifizierten lag im Zollernalbkreis im Jahr 2005 bei nur 4,9 Prozent. Bundesweit hatten 7,5 Prozent aller Beschäftigen einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rang 334.