Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Biberach

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Biberach

    Günstige Altersstruktur, gute Jobversorgung, mäßige Gründungsdynamik

    Der Landkreis Biberach belegt mit 58,9 Punkten Platz 28 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Biberach Platz 9 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Biberach punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Sehr gut schneidet der Landkreis Biberach mit 143,3 Punkten (Schnitt im Bund = 100) beim Demografie-Index ab. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt. Rang 10 im INSM-Regionalvergleich. Platz 2 in Baden-Württemberg.
    • 67,4 Prozent aller Erwerbspersonen im Alter von 15-65 Jahren hatten 2005 im Kreis Biberach einen Arbeitsplatz. Im Bundesmittel liegt die Arbeitsplatzversorgung nur bei 59,2 Prozent. Damit erreicht der Landkreis Rang 15.
    • Auch ältere Menschen finden hier leichter als anderswo eine Arbeit: Statistisch hatten 2005 35,3 Prozent aller Einwohner zwischen 55 und 65 einen Job. Im Schnitt aller Kreise liegt die Altersbeschäftigungsquote bei 29,4 Prozent. Rang 15.
    • Nur 1,6 Prozent aller Einwohner im Kreis Biberach haben im Jahr 2005 Arbeitslosengeld-II erhalten. Im Bundesmittel ist dieser Anteil höher: 6 Bezieher von ALG-II je 100 Einwohner. Rang 18 bundesweit und Platz 1 in Baden-Württemberg.

    Schwächen

    • Mit 4,8 Prozent ist der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen im Kreis gering. Im Bundesmittel beträgt die Quote 8,4 Prozent an allen Beschäftigten. Nur Rang 371.
    • Deutlich höher als im Bundesschnitt (30.561 Euro) liegen im Kreis Biberach die Arbeitskosten: 33.316 Euro kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen im Schnitt des Jahres 2004. Nur Rang 332.
    • Unter Bundesniveau bewegt sich die Gründungsdynamik im Kreis. Der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen lag im Jahr 2004 nur bei 2,7 je 1000 Einwohner. Schnitt im Bund: 3,3 je 1.000 Einwohner. Nur Rang 315 für den Kreis.
    • Zwar liegt die Einkommensteuerkraft im Kreis Biberach mit 273 Euro je Einwohner im Jahr 2004 über Bundesniveau (216 Euro) und bringt im Gesamtranking Rang 131. Innerhalb Baden-Württembergs reicht das aber nur für Platz 37 von 44 untersuchten Kreisen und Stadtkreisen.