Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Bodenseekreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Bodenseekreis

    Sehr wenig Arbeitslose, viele Hochqualfizierte, hohe Arbeitskosten

    Der Bodenseekreis belegt mit 58,9 Punkten Platz 29 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Bodenseekreis Platz 10 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Bodenseekreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Arbeitslosenquote im Bodenseekreis lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 5,4 Prozent. Im Durchschnitt der Bundesrepublik betrug die Quote 12,2 Prozent. Damit belegt der Landkreis Rang 18 im INSM-Bundesvergleich und Platz 3 in Baden-Württemberg.
    • Erfreulich ist, dass von den vergleichsweise wenigen Arbeitslosen im Bodenseekreis nur 26,7 Prozent langzeitsarbeitslos sind (2005). Auch dieser Wert ist im Bundesmittel wesentlich höher (35,4 Prozent). Resultat: Rang 43.
    • Deutlich über Bundesniveau (25.822 Euro) liegen im Bodenseekreis die Einkommen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem lag im Jahr 2005 bei 31.186 Euro. Das reicht für Rang 32.
    • Mit einem Anteil von 12,9 Prozent waren im Bodenseekreis im Jahr 2005 besonders viele Beschäftigte hochqualifiziert. Zum Vergleich: Bundesweit haben nur 7,5 Prozent einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rang 35.

    Schwächen

    • Nur Rang 405 belegt der Bodenseekreis bei den Arbeitskosten: 2004 kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen durchschnittlich 36.763 Euro. Bundesweit lagen die Arbeitskosten bei nur 30.561 Euro.
    • Im Bodenseekreis leistete man sich statistisch 1,77 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner. Bundesweit sind es 1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner. Nur Rang 338.
    • Nur mäßig ist im Bodenseekreis die Gründungsdynamik. Der Saldo der Gewerbean- und abmeldungen belief sich im Jahr 2004 auf einen Wert von 2,8 je 1.000 Einwohner. Bundesmittel: 3,3 je 1.000 Einwohner. Das reicht nur für Rang 296.
    • Schlechter als im Bundesdurchschnitt liegen im Bodenseekreis die kommunalen Schulden. Statistisch steht jeder Einwohner mit 1.506 Euro in der Kreide. Das liegt über dem bundesweiten Mittelwert von 1.438 Euro. Nur Rang 282.