Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Rosenheim

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Rosenheim

    Günstige Altersstruktur, wenig Hochqualifizierte

    Der Landkreis Rosenheim belegt mit 55,9 Punkten Platz 83 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Rosenheim Platz 36 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Rosenheim punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt, erreicht der Landkreis Rosenheim mit 133,4 Punkten einen überdurchschnittlich hohen Wert (Bundesmittel: 100 Punkte). Das bringt Rang 25.
    • Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger im Landkreis ist gering: Nur 1,8 je 100 Einwohner im Jahr 2005 bedeuten Rang 27. Der Bundesdurchschnitt liegt deutlich darüber: 6 Bezieher von Arbeitslosengeld II je 100 Einwohner.
    • Günstig stellt sich der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar: Mit einem Wert von 4,9 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 kommt der Landkreis auf Rang 36. Der Bundesdurchschnitt betrug 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Hoch ist im Landkreis Rosenheim die Produktivität: Jeder Erwerbstätige erwirtschaftet hier durchschnittlich 60.889 Euro im Jahr (2004). Rang 54. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt erwirtschaftet ein Erwerbstätiger 53.331 Euro.

    Schwächen

    • Der Anteil Hochqualifizierter an den Beschäftigten ist mit 5 Prozent (Stand: 2005) unter Bundesniveau. Im Bundesschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss. Nur Rang 327.
    • Nur 5,8 Prozent der Beschäftigten arbeiteten 2005 in schnell wachsenden Branchen. Der Landkreis rangiert hier auf Platz 315. Der Bundesdurchschnitt betrug 8,4 Prozent.
    • 29,1 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren hatten im Landkreis Rosenheim im Jahr 2005 einen sozialversicherungspflichtigen Job. Damit liegt die Altersbeschäftigungsquote nur im Bundesdurchschnitt (29,4 Prozent). Rang 249 bundesweit, nur Platz 59 im Freistaat.
    • Auch bei den Einkommen kann Rosenheim nicht punkten. Diese lagen mit einer Bruttolohnsumme von durchschnittlich 25.412 Euro je Beschäftigtem im Jahr 2005 leicht unter dem Bundesschnitt von 25.822 Euro. Das bedeutet: Rang 233.