Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Wolfenbüttel

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Wolfenbüttel

    Der sicherste Kreis in Niedersachsen

    Der Landkreis Wolfenbüttel belegt mit 51,4 Punkten Platz 199 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Wolfenbüttel Platz 15 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Wolfenbüttel punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Kreis Wolfenbüttel ist ein recht sicheres Pflaster: 2005 wurden je 100.000 Einwohner nur 4.593 Straftaten gemeldet (Bundesdurchschnitt 6.919). Der Landkreis landet damit auf Rang 95 im INSM-Ranking. In Niedersachsen schafft es der Kreis auf Platz 1.
    • Niedrige Arbeitskosten sind aus Unternehmenssicht ein Standortvorteil: Im Kreis Wolfenbüttel beliefen sich die Arbeitskosten im Jahr 2004 auf 27.766 Euro. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Rang 119 für Wolfenbüttel, Rang 12 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen.
    • Deutlich über dem Durchschnitt liegt die Kaufkraft im Kreis: 9.155 Euro betrug die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner im vergangenen Jahr. Im Bundesdurchschnitt waren es 8.523 Euro - Rang 132 im Bund, Platz 10 in Niedersachsen.
    • Die Verwaltung im Kreis Wolfenbüttel ist vergleichsweise schlank: Auf 100 Einwohner kamen 2004 statistisch betrachtet 1,25 öffentlich Beschäftigte in den Gemeinden und Gemeindeverbänden. Rang 163 für den Kreis. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt waren es 1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner.

    Schwächen

    • Niedrig ist Kreis Wolfenbüttel das Bruttoinlandsprodukt: Der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen lag 2004 bei 13.669 Euro je Einwohner und war damit deutlich niedriger als im bundesweiten Schnitt (24.805 Euro). Nur Rang 429 im Bund, Schlusslicht in Niedersachsen.
    • Recht hoch ist auch die Quote der Langzeitarbeitslosen: 40,5 Prozent der Arbeitslosen hatten 2005 ein Jahr oder länger keinen Job. Bundesdurchschnitt: 35,4 Prozent. Platz 331.
    • Nicht punkten kann der Kreis bei den Einkommen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem betrug 2005 23.879 Euro (Bundesdurchschnitt 25.822 Euro). Nur Rang 304.
    • Mit einem Anteil an Hochqualifizierten von 5,5 Prozent der Beschäftigten im Jahr 2005 reicht es auch in dieser Kategorie nur für Rang 295. Bundesweit lag der Anteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss bei 7,5 Prozent.