Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Schwandorf

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Schwandorf

    Bei den Investitionen unter den Top im Freistaat

    Der Landkreis Schwandorf belegt mit 53,2 Punkten Platz 140 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Schwandorf Platz 61 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Schwandorf punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Punkten kann der Kreis Schwandorf bei der kommunalen Investitionsquote: Diese lag im Jahr 2005 bei 21,1 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt (13,2 Prozent). Rang 40 im Bund, Platz 11 in Bayern.
    • Auch die Verwaltung im Landkreis Schwandorf ist recht schlank: Statistisch gesehen kamen auf 100 Einwohner im Jahr 2004 nur 0,96 öffentlich Beschäftigte (Bundesdurchschnitt 1,5 Staatsdiener). Schwandorf sichert sich damit Rang 57 im INSM-Ranking.
    • 28,7 Prozent der Arbeitslosen waren 2005 mindestens schon seit einem Jahr ohne Beschäftigung. Bundesweit liegt der Anteil Langzeitarbeitsloser bei 35,4. Damit erreicht Schwandorf Rang 69 im Ranking.
    • Im Landkreis Schwandorf lebt man sicher: 2005 gab es 4.086 gemeldete Straftaten je 100.000 Einwohner. Der Kreis landet damit auf einem guten 60. Platz. Zum Vergleich: Bundesweit wurden 6.919 Straftaten gemeldet.

    Schwächen

    • Im Landkreis Schwandorf gibt es wenig Hochqualifizierte: Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss lag 2005 bei gerade mal 3,0 Prozent (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent). Hier reicht es nur für Rang 429.
    • Niedrig ist auch der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 55 und 65 Jahren im Kreis: Er lag im Jahr 2005 bei statistischen 26,8 je 100 Einwohner dieser Altersgruppe (Bundesdurchschnitt 29,4). Rang 354 von 435.
    • Im unteren Mittelfeld landet der Kreis beim Einkommen: 2004 lag die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem bei 24.607 Euro. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 25.822 Euro. Schwandorf landet auf Rang 270.
    • Leicht über Bundesniveau liegen die Arbeitskosten im Landkreis Schwandorf: Ein Arbeitnehmer kostete sein Unternehmen im Jahr 2004 im Schnitt 31.148 Euro (Bundesdurchschnitt 30.561 Euro). Der Kreis Schwandorf muss sich hier mit Rang 248 begnügen.