Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Tirschenreuth

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Tirschenreuth

    Recht schlanke Verwaltung, wenig Jobs in Wachstumsbranchen

    Der Landkreis Tirschenreuth belegt mit 49,3 Punkten Platz 254 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Tirschenreuth Platz 88 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Tirschenreuth punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Eine Stärke im Landkreis Tirschenreuth ist die schlanke Verwaltung: Auf 100 Einwohner kamen 2004 statistisch gesehen 0,83 öffentlich Beschäftigte. Bundesweit waren es 1,5 Staatsdiener. Rang 26 im Bund und Platz 19 in Bayern.
    • Auch bei der Sicherheit punktet der Landkreis Tirschenreuth: Mit 3.598 Straftaten je 100.000 Einwohner im Jahr 2005 sichert sich der Landkreis Rang 28. Zum Vergleich: Bundesweit gab es 6.919 gemeldete Delikte.
    • Ein Pluspunkt ist auch der vergleichsweise gute Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen. Dieser Wert lag 2004 im Landkreis Tirschenreuth bei 4,4 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3). Für den Kreis bedeutet das einen guten 61. Platz.
    • Auch die kommunale Investitionsquote kann sich sehen lassen: Im Jahr 2005 lag der Wert im Kreis bei 17,7 Prozent (Bundesdurchschnitt 13,2 Prozent der Gesamtausgaben). Das reicht für Rang 100.

    Schwächen

    • Nachholbedarf gibt es bei der Zahl der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: 2005 waren hier nur 3,2 Prozent der Beschäftigten tätig (Bundesdurchschnitt 8,4 Prozent). Mit Rang 431 bleibt dem Kreis Tirschenreuth die rote Laterne nur knapp erspart.
    • Mäßig steht der Kreis beim Anteil Hochqualifizierter da: Nur 3,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten 2005 einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Der Kreis Tirschenreuth muss sich mit Rang 420 begnügen. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Anteil Hochqualifizierter bei 7,5 Prozent.
    • Schlecht war die Versorgung mit Lehrstellen: 100 Interessenten im Kreis standen 2003 einem Angebot von nur 95 Ausbildungsplätzen gegenüber (Bundesdurchschnitt 96,8). Damit landet der Landkreis auf Rang 294 im Bund, in Bayern reicht es nur für Platz 90 von 96.
    • Die Altersbeschäftigungsquote ist im bundesweiten Vergleich nur mäßig: Statistisch gesehen hatten im Jahr 2005 25,9 ProZent der Einwohner zwischen 55 und 65 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Im Bundesdurchschnitt waren es 29,4 Prozent. Rang 373.