Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Bayreuth

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Stadt Bayreuth

    Gute Gründungsdynamik, Nachholbedarf am Arbeitsmarkt

    Die kreisfreie Stadt Bayreuth belegt mit 47,9 Punkten Platz 286 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Bayreuth Platz 94 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Bayreuth punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Stadt der Festspiele punktet bei den Gewerbeanmeldungen: 2004 lag der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen bei 5,6 je 1.000 Einwohner und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt (3,3). Bayreuth sichert sich damit einen hervorragenden 10. Platz - in Bayern landet die Stadt auf Platz 4.
    • Deutlich über Bundesniveau liegt Bayreuth beim Bruttoinlandsprodukt: 2004 erwirtschaftete jeder Einwohner 43.604 Euro. Das reicht für Rang 23 im INSM-Ranking. Zum Vergleich: Bundesweit lag das BIP bei 24.805 Euro je Einwohner.
    • Auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen kann sich sehen lassen: 2005 lag ihr Anteil bei 11,5 Prozent (Bundesdurchschnitt 8,4 Prozent). Immerhin Rang 84 im bundesweiten Vergleich, in Bayern reicht es für den 11. Platz.
    • Hoch war der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Mit 286 Euro je Einwohner lag die Einkommensteuerkraft der Stadt 2004 deutlich über dem bundesweiten Wert (216 Euro). Rang 102 im IMSM-Ranking.

    Schwächen

    • Auf 100 Einwohner kamen im Jahr 2004 immerhin 2,96 öffentlich Beschäftigte (Bundesdurchschnitt 1,5). Rang 420.
    • Schwierig ist die Lehrstellenlage in Bayreuth: 100 Nachfrager standen im Jahr 2003 einem Angebot von nur 87,1 Ausbildungsplätzen gegenüber. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt gab es 96,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Das reicht nur für den 418. Platz.
    • Nachholbedarf gibt es auch bei den kommunalen Investitionen: Im Jahr 2005 lag die Quote bei nur 7,5 Prozent der Gesamtausgaben (Bundesdurchschnitt 13,2 Prozent). Bundesweit nur Rang 353.
    • Auch die Arbeitsplatzversorgung in Bayreuth ist unterdurchschnittlich: Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und geringfügig Beschäftigten an den Erwerbspersonen lag im Jahr 2005 bei 51 Prozent. Bundesweit lag der Wert bei 59,2 Prozent. Rang 403.