Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge

    Bei der Gründungsdynamik und der Einkommensteuerkraft im Mittelfeld, recht hohe Schulden

    Der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge belegt mit 46,9 Punkten Platz 301 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Platz 95 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Kreis Wunsiedel im Fichtelgebirge gab es im Jahr 2004 statistisch betrachtet 1,32 Staatsdiener je 100 Einwohner. Das liegt leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 1,5 öffentlich Beschäftigten in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Rang 192.
    • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen lag 2004 statistisch gesehen bei 3,4 je 1.000 Einwohner und damit knapp über dem Bundesdurchschnitt (3,3). Der Landkreis erreicht im Vergleich Rang 195.
    • Etwas höher als im Durchschnitt liegt auch der Anteil der Gemeinde an der Einkommensteuer: Mit einer Einkommensteuerkraft von 238 Euro je Einwohner im Jahr 2004 erreicht der Kreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Rang 208. Zum Vergleich: Im bundesweiten Schnitt lag der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer bei 216 Euro je Einwohner.

    Schwächen

    • Mit 2.788 Euro je Einwohner waren im Kreis die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände im Jahr 2004 deutlich höher als im Bundesdurchschnitt (1.438 Euro). Rang 419. In Bayern landet der Kreis damit nur auf Platz 92 von 96 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Recht niedrig ist im Kreis der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: Mit 4 Prozent waren 2005 nur knapp halb so viele Beschäftigte in diesen Branchen tätig wie im Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent). Hier reicht es nur für Rang 414.
    • Auch die Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist weniger zufrieden stellend: 2003 kamen auf 100 Interessenten statistisch betrachtet nur 91,7 Ausbildungsplätze (Bundesdurchschnitt 96,8 Lehrstellen). Rang 360 im bundesweiten Vergleich.