Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Nürnberg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Nürnberg

    Gutes BIP, gute Einkommen, hohe Schulden

    Die kreisfreie Stadt Nürnberg belegt mit 52,7 Punkten Platz 151 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Nürnberg Platz 64 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Nürnberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Top ist Nürnberg beim Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: 18,4 Prozent waren es 2005 (Bundesdurchschnitt 8,4 Prozent). 8. Platz im INSM-Ranking. Und in Bayern wird die Stadt damit sogar Vizemeister.
    • Auch mit dem Bruttoinlandsprodukt setzt sich Nürnberg deutlich vom Mittelfeld ab: Je Einwohner wurden 2004 Güter und Dienstleistungen im Wert von 42.513 Euro erwirtschaftet. Rang 29 im Ranking, in Bayern Platz 15. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt lag das BIP je Einwohner bei 24.805 Euro.
    • Recht hoch ist in Nürnberg das Einkommen: Bei 30.785 Euro je Beschäftigtem lag die Bruttolohnsumme am Arbeitsort im Jahr 2005 (Bundesdurchschnitt 25.822 Euro). Nürnberg landet damit auf Rang 36.
    • 11,5 Prozent aller Beschäftigten hatten 2005 einen Fachhoch- bzw. Hochschulabschluss in der Tasche. Mit diesem Anteil landet Nürnberg auf dem 55. Platz. Im Durchschnitt kamen statistisch betrachtet auf 100 Beschäftigte 7,5 Hochqualifizierte.

    Schwächen

    • Auf dem 422. Rang landet Nürnberg bei den kommunalen Schulden: Diese lagen mit 2.904 Euro je Einwohner deutlich über dem Bundesdurchschnitt (1.438 Euro).
    • Arbeitskosten: In Nürnberg kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004 im Schnitt 35.023 Euro. Der Bundesdurchschnitt lag bei 30.561 Euro. Die Stadt muss sich mit Rang 383 zufrieden geben.
    • Auf 100 Einwohner kamen in Nürnberg im Jahr 2004 statistisch betrachtet 1,72 öffentlich Beschäftigte (Bundesdurchschnitt 1,5 Staatsdiener). Rang 332.
    • Die kommunale Investitionsquote in Nürnberg lag im Jahr 2005 nur bei 6,1 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben. Im Bundesdurchschnitt waren es 13,2 Prozent. Nur Rang 390.