Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Nienburg (Weser)

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Nienburg (Weser)

    Recht guter Lehrstellenmarkt, recht niedrige Schulden, wenig Hochqualifizierte

    Der Landkreis Nienburg (Weser) belegt mit 48,4 Punkten Platz 280 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Nienburg (Weser) Platz 30 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Nienburg (Weser) punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Ausbildungsplatzdichte liegt über Bundesniveau: Im Jahr 2003 standen im Landkreis Nienburg (Weser) 101,8 Ausbildungsplätze für 100 Nachfrager zur Verfügung. Platz 5 in Niedersachsen, Rang 65 im Bundesvergleich. Deutschlandweit waren 96,8 Lehrstellen im Angebot.
    • Der Landkreis Nienburg (Weser) punktet durch recht geringe kommunale Schulden: 2004 lagen die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände statistisch bei 894 Euro je Einwohner. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1.438 Euro je Einwohner. In Niedersachsen kommt der Kreis damit auf Rang 9, im Bundesvergleich auf Platz 69.
    • Unter allen Arbeitslosen im Landkreis Nienburg (Weser) waren im Jahr 2005 30 Prozent langzeitarbeitslos. Der Bundesdurchschnitt betrug 35,4 Prozent. In Niedersachsen belegt der Landkreis damit Rang 4, im Bund Rang 98.
    • Der Landkreis hat eine schlanke Verwaltung: 2004 kamen auf 100 Einwohner statistisch betrachtet 1,15 öffentlich Beschäftigte. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener. Rang 117.

    Schwächen

    • Nur 5 Prozent aller Beschäftigten im Landkreis Nienburg (Weser) arbeiteten 2005 in schnell wachsenden Branchen, im Bundesdurchschnitt waren es 8,4 Prozent. Damit belegt der Kreis nur Rang 41 in Niedersachsen und Platz 364 im Bund.
    • Der Anteil Hochqualifizierter an allen Beschäftigten lag im Jahr 2005 mit 4,5 Prozent unter Bundesniveau. Im Bundesschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss. Das reicht nur für Platz 357.
    • Die Einkommensteuerkraft im Kreis ist vergleichsweise gering: 2004 betrug der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer nur 176 Euro je Einwohner, während er im Bundesdurchschnitt bei 216 Euro lag. Rang 314 für den Landkreis.
    • Die kommunale Investitionsquote im Landkreis Nienburg (Weser) lag im Jahr 2005 mit 10,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Damit erreicht der Kreis nur Rang 284 im Bundesvergleich, innerhalb Niedersachsens aber noch Rang 23 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten.