Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis St. Wendel

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis St. Wendel

    Arbeitsmarkt und Sicherheit: Die Nummer 1 im Saarland

    Der Landkreis St. Wendel belegt mit 52,4 Punkten Platz 169 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Saarland belegt der Landkreis St. Wendel Platz 2 unter 6 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis St. Wendel punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Mit 4.481 Straftaten je 100.000 Einwohner stand der Kreis 2005 vergleichsweise gut da: Rang 89 im Bund, Platz 1 im Saarland. Im Bundesdurchschnitt wurden rund 6.919 Delikte gemeldet.
    • Die Arbeitslosenquote lag im Landkreis im Jahresdurchschnitt 2006 bei 7,5 Prozent, Rang 96 unter allen Kreisen, wiederum Platz 1 im Saarland. Im Bundesdurchschnitt waren 12,2 Prozent aller Erwerbspersonen arbeitslos.
    • Vergleichsweise günstig steht der Kreis St. Wendel bei den Arbeitslosengeld-II-Empfängern da: Auf 100 Einwohner kommen statistisch gesehen 3,5 ALG-II-Bezieher. Im Bundesdurchschnitt sind es 6,0 Prozent. Rang 123 bundesweit und Platz 1 im Saarland.
    • Bei den Arbeitskosten ist der Landkreis St. Wendel der günstigste Standort im Saarland: 2004 kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen 28.037 Euro. Im Bundesmittel beliefen sich die Arbeitskosten auf 30.561 Euro. Rang 129 im Bundesvergleich. Platz 1 im Saarland.

    Schwächen

    • Die Altersbeschäftigungsquote im Kreis St. Wendel ist vergleichsweise niedrig: Nur 24,6 Prozent aller Einwohner im Alter zwischen 55 und 65 Jahren hatten im Jahr 2005 im Landkreis St. Wendel einen sozialversicherungspflichtigen Job. Der Bundesdurchschnitt lag bei 29,4 Prozent. Das bedeutet Rang 407.
    • Nur 5,3 Prozent aller Beschäftigten im Kreis waren 2005 hochqualifiziert, hatten also einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss in der Tasche. Der bundesdurchschnittliche Anteil Hochqualifizierter liegt bei 7,5 Prozent. Rang 301.
    • Die kommunale Investitionsquote, der Anteil der Investitionen der Gemeinden an allen Ausgaben, betrug im Kreis St. Wendel im Jahr 2005 rund 8,4 Prozent. Das bedeutet Rang 334. Der Bundesdurchschnitt lag bei 13,2 Prozent.
    • Die Einkommensteuerkraft in St. Wendel ist niedrig: Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer betrug im Jahr 2004 nur 193 Euro je Einwohner. Damit kommt der Kreis auf Rang 287. Im Bundesschnitt lag die Einkommensteuerkraft mit 216 Euro je Einwohner höher.