Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Schaumburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Schaumburg

    Recht gute Lage in den kommunalen Kassen, Defizite in Wachstumsbranchen

    Der Landkreis Schaumburg belegt mit 49,0 Punkten Platz 259 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Schaumburg Platz 25 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Schaumburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Statistisch beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände im Kreis im Jahr 2004 auf nur 649 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt stand jeder Bürger mit 1.438 Euro in der Kreide. Rang 19 bundesweit und Platz 3 in Niedersachsen.
    • Deutlich in der oberen Hälfte des INSM-Regionalrankings (Platz 148) bewegt sich der Landkreis Schaumburg bei den Arbeitskosten. Im Jahr 2004 kostete ein Beschäftigter im Kreis sein Unternehmen im Schnitt 28.659 Euro. Im Bundesmittel waren es 30.561 Euro.
    • Der Landkreis Schaumburg ist vergleichsweise sicher: Bezogen auf 100.000 Einwohner wurden hier im vergangenen Jahr 5.696 Straftaten gemeldet. Bei einem Bundesdurchschnitt von 6.919 Delikten bringt das Rang 175 für den Kreis.
    • Knapp in der oberen Hälfte des Rankings platziert sich der Landkreis Schaumburg bei der Ausbildungsplatzdichte. 100 Lehrstellensuchende standen im Jahr 2003 rund 98 Ausbildungsplätzen gegenüber (Bundeschnitt: 96,8 Ausbildungsplätze). Rang 212.

    Schwächen

    • Das Bruttoinlandsprodukt ist im Landkreis Schaumburg mit 18.495 Euro je Einwohner (2004) deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt (24.805 Euro). Rang 316.
    • Nicht punkten kann der Landkreis Schaumburg bei der Verwaltung: Hier kommen auf 100 Einwohner statistisch betrachtet 1,63 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesmittel sind es nur 1,5 Staatsdiener. Rang 313.
    • Während bundesweit 8,4 Prozent der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen arbeiten, sind es im Kreis nur 6 Prozent. Rang 298.
    • Nur Platz 294 erreicht der Landkreis Schaumburg beim Demografieindex: Dieser liegt mit 90,3 Punkten deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 100 Punkten. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.