Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Rostock

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Rostock

    Viele Hochqualifizierte, viele Straftaten, schwache Gründungsdynamik

    Die Stadt Rostock belegt mit 42,7 Punkten Platz 362 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt Rostock Platz 5 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Rostock punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Anteil Hochqualifizierter unter den Beschäftigten ist in Rostock besonders hoch: 13,9 Prozent haben einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss (2005). Im Bundesdurchschnitt sind es 7,5 Prozent. Das bedeutet bundesweit Rang 24 und Platz 2 in Mecklenburg-Vorpommern.
    • Mit einem Anteil von 12,8 Prozent arbeiten in Rostock vergleichsweise viele Beschäftigte in schnell wachsenden Branchen (Stand: 2005). Im Bundesdurchschnitt sind es nur 8,4 Prozent. Die Stadt belegt damit Rang 59.
    • Die Arbeitskosten lagen im Jahr 2004 mit durchschnittlich 27.252 Euro je Arbeitnehmer unter Bundesniveau. Im Bundesmittel kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Rang 104.
    • Zwar liegen die Einkommen in Rostock leicht unter Bundesniveau, innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns sind es aber die Höchsten. Durchschnittlich verdiente ein Beschäftigter in der Stadt im Jahr 2005 24.934 Euro. Deutschlandweit lag die Bruttlohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem bei 25.822 Euro.

    Schwächen

    • Ungünstig stellt sich der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar: Mit einem Wert von 1,2 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 kommt Rostock nur auf Rang 428. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 3,3 je 1.000 Einwohner. Die Stadt hat damit zudem die schwächste Gründungsdynamik in Mecklenburg-Vorpommern.
    • Die Kriminalität in Rostock ist hoch: Im Jahr 2005 wurden 11.895 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 6.919 Straftaten. Bundesweit Rang 405.
    • Die Arbeitsplatzversorgung - der Anteil der sozialversicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigten an den Erwerbspersonen - liegt mit 51,0 Prozent (Stand: 2005) deutlich unter dem Durchschnitt in der Bundesrepublik (59,2 Prozent). Nur Rang 400.
    • In Rostock ist auch die Ausbildungsplatzdichte gering: Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 nur 90 Ausbildungsplätze. Das reicht nur für Rang 394. Im Bundesdurchschnitt sind es 96,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager.