Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Bad Doberan

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Bad Doberan

    Top Gründungsdynamik, Probleme mit Lehrstellen

    Der Landkreis Bad Doberan belegt mit 46,6 Punkten Platz 309 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt der Landkreis Bad Doberan Platz 1 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Bad Doberan punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Niedrige Arbeitskosten gelten aus Unternehmenssicht als Standort-Plus. Im Landkreis Bad Doberan lagen sie im Jahr 2004 mit 22.501 Euro deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Im Bundesmittel kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen alles im allem 30.561 Euro.
    • Der Landkreis verfügt über eine sehr gute Gründungsdynamik. Der Saldo der Gewerbean- und abmeldungen lag im Jahr 2004 bei einem Rekordwert von 8,7 je 1000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 3,3. Damit liegt der Landkreis bundesweit auf Platz 1.
    • Die kommunale Investitionsquote ist hoch: Im Jahr 2005 belief sie sich auf 15,8 Prozent der Gesamtausgaben. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 13,2 Prozent. Das bringt Rang 148.
    • Im Landkreis Bad Doberan ist die Verwaltung vergleichsweise schlank: Im Jahr 2004 kamen auf 100 Einwohner statistisch nur 1,21 öffentlich Beschäftigte. Das ist weniger als der Bundesschnitt (1,5 je 100 Einwohner). Der Landkreis kommt auf Rang 140.

    Schwächen

    • Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer lag im Jahr 2004 bei nur 71 Euro je Einwohner. Im Bundesdurchschnitt ist die Einkommensteuerkraft höher: 216 Euro je Einwohner. Nur Rang 403.
    • Im Landkreis Bad Doberan wird relativ wenig verdient: Die durchschnittliche Bruttolohnsumme am Arbeitsort eines Beschäftigten belief sich dort im Jahr 2005 nur auf 20.798 Euro. Im Bundesmittel lag das Einkommen bei 25.822 Euro. Rang 398.
    • Einen Ausbildungsplatz zu finden ist im Landkreis vergleichsweise schwer. Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 nur 90 Ausbildungsplätze. Im Bundesdurchschnitt waren 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Das reicht nur für Rang 394.
    • Das Bruttoinlandsprodukt im Kreis ist recht niedrig: Die Wirtschaftsleistung je Einwohner belief sich auf nur 16.840 Euro (2004). Bundesdurchschnitt sind 24.805 Euro. Das bedeutet: Rang 369.