Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Harburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Harburg

    Höchste Einkommensteuerkraft Niedersachsens

    Der Landkreis Harburg belegt mit 55,4 Punkten Platz 96 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Harburg Platz 2 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Harburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Harburg punktet mit vergleichsweise niedrigen Schulden. Im Jahr 2004 beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände im Kreis statistisch auf 750 Euro je Einwohner. Platz 7 in Niedersachsen und Rang 37 bundesweit, wo der Schnitt bei 1.438 Euro je Einwohner lag.
    • Der Kreis Harburg kann eine schlanke Verwaltung vorweisen: 2004 kamen auf 100 Einwohner statistisch gesehen nur 0,96 öffentlich Beschäftigte. Bundesschnitt sind 1,5 Staatsdiener. Platz 5 in Niedersachsen. Im INSM-Bundesvergleich erreicht der Landkreis Rang 59.
    • Die Kaufkraft im Kreis Harburg ist die dritthöchste in ganz Niedersachsen: 2005 belief sich die durchschnittliche Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner im Kreis auf 10.130 Euro. Damit übertrifft der Landkreis den Bundesdurchschnitt von 8.523 Euro deutlich und erreicht Platz 53 im INSM-Regionalranking.
    • Bei der Einkommensteuerkraft ist der Kreis Harburg die Nummer 1 in Niedersachsen: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 276 Euro je Einwohner. Platz 121. Bundesmittel: 216 Euro.

    Schwächen

    • Der Kreis Harburg schwächelt beim Bruttoinlandsprodukt. Die Wirtschaftsleistung je Einwohner lag im Jahr 2004 nur bei 16.101 Euro - Platz 40 in Niedersachsen und Rang 386 im Bund, wo der Schnitt bei 24.805 Euro lag.
    • Im Landkreis Harburg arbeiten mit einem Anteil von 4,7 Prozent aller Beschäftigten vergleichsweise wenig Hochqualifizierte. Im Bundesschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Platz 351.
    • Die Einkommen im Kreis sind vergleichsweise niedrig: Auf 24.095 Euro kam ein Beschäftigter im Schnitt des Jahres 2005. Der Kreis liegt damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro und erreicht nur Rang 292.
    • Mit einer kommunalen Investitionsquote von 13,0 Prozent im Jahr 2005 liegt der Kreis knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent: Rang 212. Innerhalb Niedersachsens Rang 11.