Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Freiberg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Freiberg

    Hohe kommunale Investitionsquote, geringe Einkommen

    Der Landkreis Freiberg belegt mit 43,5 Punkten Platz 353 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen belegt der Landkreis Freiberg Platz 5 unter 29 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Freiberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Bei den kommunalen Investitionen belegt der Landkreis Freiberg Rang 11 in Deutschland: Investitionen machten in Jahr 2005 im Schnitt 25,1 Prozent aller kommunalen Ausgaben aus. Im Bundesdurchschnitt waren es lediglich 13,2 Prozent.
    • Aus Unternehmenssicht betrachtet können geringe Arbeitskosten als positiver Standortfaktor gelten. Im Landkreis Freiberg lagen diese im Jahr 2004 mit 25.128 Euro unter dem Bundesdurchschnitt von 30.561 Euro je Arbeitnehmer. Rang 40.
    • Die Altersbeschäftigungsquote im Landkreis Freiberg lag im Jahr 2005 bei 33,2 Prozent. Im Bundesdurchschnitt hatten 29,4 von 100 Einwohnern im Alter von 55 bis 65 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Rang 45 bundesweit und Platz 2 im Freistaat.
    • Im Landkreis Freiberg sind 11,7 Prozent der Beschäftigten hochqualifiziert. Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (2005). Rang 52.

    Schwächen

    • Einkommen: Mit einer Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 20.414 Euro je Beschäftigtem liegt der Landkreis Freiberg deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro je Beschäftigtem (2005). Rang 410.
    • Im Landkreis Freiberg ist die Einkommensteuerkraft mit 73 Euro je Einwohner (2004) vergleichsweise gering. Bundesweit liegt der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer bei durchschnittlich 216 Euro je Einwohner. Rang 397.
    • Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen belief sich im Jahr 2004 im Landkreis Freiberg auf 2,1 je 1.000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt lag der Saldo bei 3,3, was Rang 389 bedeutet.
    • Die Produktivität der Wirtschaft im Landkreis Freiberg erreichte im Jahr 2004 im Schnitt ein Niveau von 44.703 Euro je Erwerbstätigem. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Rang 373.